Planbare Neukundengewinnung ist für viele Unternehmen weit mehr als eine Frage des Marketings. Sie entscheidet mit darüber, wie abhängig ein Betrieb vom persönlichen Netzwerk des Geschäftsführers oder von einzelnen Vertriebsmitarbeitern bleibt. Fehlt ein eigenständiger Kanal für neue Anfragen, kann das Wachstum erschweren und die unternehmerische Freiheit begrenzen. Digitale Sichtbarkeit kann hier neue Möglichkeiten schaffen – vorausgesetzt, ein Unternehmen erreicht nicht einfach mehr Menschen, sondern genau diejenigen, die einen konkreten Bedarf an seinen Leistungen haben. „Ein Unternehmen kann wirtschaftlich hervorragend aufgestellt sein. Wenn potenzielle Kunden diese Kompetenz digital nicht nachvollziehen können, entsteht trotzdem eine gefährliche Lücke im Vertrieb“, sagt Phil Poosch von Poosch Consulting.
„Umso wichtiger ist es, einen digitalen Vertriebskanal aufzubauen, der kontinuierlich die richtigen Interessenten erreicht und die Neukundengewinnung planbarer macht“, erklärt Phil Poosch.
Der Geschäftsführer von Poosch Consulting beschäftigt sich seit rund 20 Jahren damit, wie Unternehmen digitale Kanäle für ihren Vertrieb nutzen können. Seine Perspektive reicht dabei weit über die klassische Beratungsarbeit hinaus: Bereits in jungen Jahren baute Phil Poosch ein eigenes Agenturgeschäft auf und übernahm später die Leitung des Digitalbereichs einer größeren inhabergeführten deutschen Agentur. Anschließend wechselte er selbst in die operative Unternehmensführung und leitete einen Fensterhersteller. Dort erlebte er unmittelbar, wie eng neue Nachfrage mit Vertrieb, Personal, Ressourcen und Produktionskapazitäten zusammenhängt. Diese Erfahrung prägt bis heute seinen Ansatz bei Poosch Consulting: Digitale Sichtbarkeit soll nicht möglichst viel Reichweite erzeugen, sondern gezielt wirtschaftlich relevante Anfragen hervorbringen.
Phil Poosch von Poosch Consulting: Vom Digitalgeschäft in die operative Verantwortung
Einen entscheidenden Perspektivwechsel erlebte Phil Poosch während seiner Zeit als Geschäftsführer eines deutschen Fensterherstellers mit rund 40 Millionen Euro Jahresumsatz und etwa 200 Mitarbeitenden. Mit einem Budget von rund einer Million Euro baute er dort den Onlineverkauf von Fenstern auf. Anders als in klassischen Marketingprojekten trug Phil Poosch damit nicht nur Verantwortung für die Kundengewinnung, sondern auch für das Geschäft, das daraus entstand. Neue Aufträge mussten produziert, personell bewältigt und wirtschaftlich sinnvoll abgewickelt werden.

Diese Erfahrung prägt seine Arbeit bis heute. Digitales Marketing betrachtet er nicht als eigenständige Disziplin, sondern als Teil des Geschäftsmodells. Bevor Maßnahmen geplant werden, muss deshalb klar sein, welche Kunden ein Unternehmen erreichen, welche Leistungen es verkaufen und in welchen Bereichen es wachsen möchte. An diesen Zielen richtet Phil Poosch anschließend die digitale Kundengewinnung aus.
Warum mehr Traffic noch kein besseres Geschäft bedeutet
Bei Poosch Consulting entwickelt sich dieser Ansatz zunehmend zu einem ganzheitlichen Verständnis von Search. Denn kaufentscheidungsrelevante Recherche findet heute nicht mehr nur über klassische Google-Suchen statt, sondern verteilt sich auf Suchmaschinen, KI-Systeme und weitere digitale Quellen. Entscheidend ist für Phil Poosch deshalb zunächst, welche Themen ein Unternehmen besetzen muss, um bei potenziellen Kunden mit konkretem Bedarf überhaupt in die engere Auswahl zu kommen. Darauf aufbauend prüft Poosch Consulting, welche Inhalte, technischen Voraussetzungen und externen Autoritätssignale notwendig sind, damit ein Unternehmen sowohl bei Google als auch in KI-gestützten Suchsystemen sichtbar und fachlich nachvollziehbar wird. Der Erfolg bemisst sich dabei nicht an möglichst viel Reichweite, sondern daran, ob daraus die richtigen Anfragen entstehen. Deshalb prüft das Team von Poosch Consulting zunächst, hinter welchen Themen und Suchanfragen bereits ein konkretes Problem, Beratungsbedarf oder Kaufinteresse steckt. Sichtbarkeit soll so genau dort entstehen, wo potenzielle Kunden tatsächlich nach einer Lösung suchen.
Rankings, Impressionen und Besucherzahlen liefern zwar wichtige Anhaltspunkte, zeigen allein jedoch noch nicht, ob daraus auch wirtschaftlich interessante Anfragen entstehen. Deshalb prüfen Fachleute des Teams aus den Bereichen Technik, SEO, Redaktion und Marktanalyse zu Beginn einer Zusammenarbeit gemeinsam, welche Themen und Suchintentionen für das jeweilige Unternehmen relevant sind. Die technische Optimierung einer Website vergleicht Phil Poosch dabei mit dem TÜV eines Autos: Die Technik muss funktionieren, doch die Plakette bestimmt noch nicht, wohin die Reise geht. Genauso ist eine technisch saubere Website zunächst nur die Grundlage. Ob digitale Sichtbarkeit am Ende auch zum Geschäft beiträgt, hängt davon ab, ob ein Unternehmen bei den richtigen Themen mit den passenden Inhalten sichtbar wird.
Poosch Consulting: Wenn wenige Anfragen mehr wert sind als tausende Besucher
Wie viel wichtiger passende Anfragen als reine Reichweite sein können, zeigt die Zusammenarbeit von Poosch Consulting mit IDERI, einem Anbieter von Alarmsoftware und -hardware. Phil Poosch konzentrierte sich dabei nicht einfach auf häufig gesuchte Produktbegriffe, sondern auf konkrete Probleme und Fragestellungen von Verantwortlichen aus Krankenhäusern und Kliniken. Daraus entstanden Inhalte für Suchanfragen, hinter denen bereits ein konkreter Bedarf erkennbar war. Nach rund zwei Monaten erhielt IDERI auf diesem Weg mehr Anfragen als in den beiden Jahren zuvor. Für Phil Poosch zeigt das, warum im spezialisierten B2B-Geschäft nicht allein die Zahl der Websitebesucher zählt: Wenn bereits ein einzelner Auftrag einen hohen Wert besitzt, können wenige passende Interessenten wirtschaftlich deutlich relevanter sein als tausende Besucher ohne konkreten Bedarf.

Dass dieser Grundgedanke auch in anderen spezialisierten Märkten funktioniert, zeigt das Beispiel von Breitenbach Walzen. Das Industrieunternehmen war über digitale Kanäle zuvor kaum sichtbar, doch nach rund sechs Monaten Zusammenarbeit mit Poosch Consulting gab es im Durchschnitt etwa eine Anfrage pro Woche. Was auf den ersten Blick nach einer überschaubaren Zahl klingt, kann in einem Markt mit hohen Auftragswerten bereits einen erheblichen Unterschied machen. Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst viele Leads zu erzeugen, sondern solche, aus denen mit hoher Wahrscheinlichkeit wirtschaftlich interessante Gespräche und Aufträge entstehen können. Für Phil Poosch liegt genau darin der relevante Unterschied zwischen digitaler Sichtbarkeit und erfolgreicher Kundengewinnung. „Reichweite ist kein Selbstzweck“, betont er. „Es geht viel eher darum, ob ein Unternehmen von den richtigen Menschen gefunden wird und daraus Anfragen entstehen, die zum eigenen Angebot und Geschäftsmodell passen.“
Warum digitale Unsichtbarkeit für Hidden Champions zum Risiko wird
Gerade für etablierte Mittelständler kann fehlende digitale Sichtbarkeit zum Problem werden. Ein Unternehmen kann in seiner Nische seit Jahren erfolgreich sein und über große Erfahrung verfügen – wenn potenzielle Kunden diese Kompetenz bei ihrer Suche nicht erkennen, wird es dennoch schnell übersehen. Phil Poosch sieht darin besonders für sogenannte Hidden Champions ein wachsendes Risiko. Denn die Suche nach passenden Anbietern findet längst nicht mehr nur über persönliche Empfehlungen statt. Interessenten informieren sich über Suchmaschinen, Bewertungen und Fachmedien und beziehen zunehmend auch KI-Systeme in ihre Recherche ein. Gleichzeitig werden Suchanfragen konkreter und berücksichtigen beispielsweise Branche, Standort, Problemstellung und individuelle Anforderungen.
„Wer digital nicht sichtbar ist, überlässt potenzielle Kunden den Wettbewerbern – selbst dann, wenn das eigene Angebot eigentlich die bessere Lösung wäre“, betont Phil Poosch.
Vor diesem Hintergrund reicht es für Phil Poosch nicht aus, die eigene Kompetenz ausschließlich auf der Unternehmenswebsite darzustellen. Bewertungen, Kundenreferenzen, Fachartikel und Erwähnungen auf anderen Seiten können zusätzlich zeigen, wofür ein Unternehmen steht und welche Erfahrung tatsächlich vorhanden ist. Wenig sinnvoll findet Phil Poosch dagegen, mithilfe generativer KI möglichst schnell große Mengen an Blogartikeln oder Landingpages zu produzieren. Mehr Content führt nicht automatisch zu mehr Sichtbarkeit bei den richtigen Zielgruppen. Entscheidend bleibt für Phil Poosch, welches Problem ein Inhalt aufgreift, wen er damit erreichen soll und welches Geschäft daraus für das Unternehmen entstehen kann.

Phil Poosch: Marktverständnis vor Technologie
Welche Plattform, welches Tool oder welche KI-Lösung gerade besonders viel Aufmerksamkeit bekommt, ist für Phil Poosch zunächst zweitrangig. Ausgangspunkt ist für ihn immer die Frage, welches konkrete Ergebnis ein Unternehmen erreichen möchte. Erst wenn klar ist, welche Kunden gewonnen und welche Leistungen stärker verkauft werden sollen, lässt sich entscheiden, welche digitalen Maßnahmen dafür sinnvoll sind.
Das gilt unabhängig davon, über welchen digitalen Rechercheweg ein Interessent auf das Unternehmen stößt. Technologien können Prozesse vereinfachen, Inhalte schneller erstellen oder neue Wege in der Kundengewinnung eröffnen. Sie ersetzen jedoch nicht die Entscheidung darüber, welches Geschäft ein Unternehmen überhaupt entwickeln möchte. „KI kann Prozesse beschleunigen. Aber sie beantwortet nicht die wichtigste unternehmerische Frage: Welchen Kunden wollen wir gewinnen – und welches Geschäft soll daraus entstehen?“, erklärt Phil Poosch abschließend.
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Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.


