Unternehmen benötigen heute laufend neue visuelle Inhalte. Marketingkampagnen brauchen Anzeigen, der Vertrieb benötigt Präsentationen, Social-Media-Kanäle müssen bespielt und Printmaterialien regelmäßig angepasst werden. Was gestalterisch oft nach einer überschaubaren Aufgabe klingt, kann bei klassischen Agenturprozessen jedoch erheblichen organisatorischen Aufwand auslösen. Briefings müssen abgestimmt, Angebote erstellt, Freigaben eingeholt und Termine koordiniert werden. Sind die Kapazitäten der Agentur bereits durch größere Projekte gebunden, können selbst kleinere Folgeaufträge zusätzliche Wartezeiten verursachen. Ein eigenes Designteam ist jedoch ebenfalls nicht für jedes Unternehmen die passende Alternative, schließlich muss es dauerhaft ausgelastet, geführt, weitergebildet und technisch ausgestattet werden. „Wenn laufender Designbedarf immer wieder neue Agenturprozesse auslöst, zahlen Unternehmen nicht nur für Gestaltung, sondern vor allem mit Zeit, Wartezeiten und unnötigem Koordinationsaufwand“, warnt Vincent Jureczek von der 7i7 Design GmbH.
„Unternehmen mit laufendem Designbedarf brauchen nicht für jede Aufgabe ein neues Projekt. Sie brauchen eine Struktur, mit der professionelle Gestaltung genauso verlässlich verfügbar ist wie eine interne Ressource“, so Vincent Jureczek weiter. Die Idee für ein entsprechendes Modell entstand aus seiner eigenen Arbeit. Bereits während seines dualen BWL-Studiums an der DHBW Heilbronn war Vincent Jureczek als Freelancer tätig und gestaltete für seine Kunden unter anderem Logos und Websites. Dabei erlebte er selbst, wie viel Abstimmung und Organisation mit dem klassischen Projektgeschäft verbunden sein kann. Eine Nominierung und der spätere Gewinn des German Design Award stärkten seine Positionierung als Designer. 2017 gründete er schließlich die 7i7 Design GmbH. Statt eine klassische Full-Service-Agentur aufzubauen, entwickelte Vincent Jureczek ein Modell für Unternehmen und Agenturen, die regelmäßig professionelle Designleistungen benötigen und flexibel darauf zugreifen möchten.

7i7 Design GmbH: Designkapazitäten statt starrer Einzelprojekte
Klassische Agenturprozesse funktionieren gut bei umfangreichen, klar abgegrenzten Projekten. Schwieriger wird diese Struktur, wenn Design zum laufenden Bedarf wird. Kommt heute eine Präsentation hinzu, morgen eine Anzeige und wenige Tage später neues Material für Social Media, entstehen immer wieder neue Abstimmungen und Abhängigkeiten von verfügbaren Kapazitäten. Gerade kleinere Aufgaben müssen sich dabei häufig in bestehende Projektpläne einfügen, obwohl sie im Tagesgeschäft kurzfristig benötigt werden. Zwischen punktueller Agenturbeauftragung und dem Aufbau eigener Kapazitäten entsteht so ein Bedarf nach einer flexibleren Form der Zusammenarbeit.
Genau diese Lücke adressiert die 7i7 Design GmbH mit einem anderen Modell. Kunden erhalten über einen monatlichen Festpreis planbare Designkapazitäten und können fortlaufend Aufgaben einreichen, ohne für jede neue Anzeige, Präsentation oder Grafik erneut einen vollständigen Angebotsprozess anzustoßen. Dabei können unbegrenzt viele Designaufgaben eingereicht werden, die laut Leistungsversprechen von 7i7 in der Regel innerhalb von 48 Stunden umgesetzt werden. Vincent Jureczek testete diesen Ansatz zunächst mit befreundeten Unternehmern und organisierte die ersten laufenden Aufträge über ein einfaches Trello-Board. Aus dem Test entwickelte sich schließlich sein heutiges Geschäftsmodell, mit dem er sich sowohl an Unternehmen mit kontinuierlichem Designbedarf als auch an Agenturen mit zusätzlichen Kapazitätsanforderungen richtet. Aufgaben können laufend eingereicht und priorisiert werden. So können Unternehmen ihren laufenden Designbedarf abdecken, ohne für jede neue Aufgabe erneut Angebote einzuholen, Kapazitäten abzustimmen oder separate Projekte aufzusetzen.

Mensch, Prozess und Software greifen ineinander
Die laufende Verfügbarkeit von Designkapazitäten allein löst jedoch noch nicht das organisatorische Problem. Schließlich müssen auch bei einem kontinuierlichen Modell Aufgaben übermittelt, priorisiert, abgestimmt und Ergebnisse bereitgestellt werden. Mit wachsender Kundenzahl entwickelte die 7i7 Design GmbH deshalb eine eigene Plattform, die genau diese Zusammenarbeit bündelt. Kunden können dort ihre Designaufgaben einstellen und priorisieren, Bearbeitungsstände verfolgen, mit dem Team kommunizieren und fertige Dateien abrufen. Statt für jede Aufgabe neue Abstimmungswege zu schaffen, läuft die Zusammenarbeit damit über eine zentrale Struktur, die auf den fortlaufenden Designbedarf ausgerichtet ist.
Dieser Ansatz funktioniert allerdings nur, wenn Technologie, Prozesse und Designkompetenz ineinandergreifen. Die Plattform schafft den organisatorischen Rahmen, klare Abläufe sorgen für eine verlässliche Bearbeitung und fest angestellte Designer übernehmen die kreative Umsetzung. Das Team ist deutschsprachig, mit dem DACH-Markt vertraut und verfügt vielfach über einen fachlichen Hintergrund in Grafik- oder Kommunikationsdesign. Gerade diese Verbindung ist für Vincent Jureczek entscheidend: „Software kann Abläufe beschleunigen und die Zusammenarbeit vereinfachen. Ob am Ende ein gutes Design entsteht, entscheidet aber immer noch das Verständnis für Marke, Zielgruppe und gestalterische Aufgabe.“ Technologie soll bei der 7i7 Design GmbH deshalb nicht möglichst viel Design automatisieren, sondern die Strukturen im Hintergrund vereinfachen, damit mehr Aufmerksamkeit in die eigentliche Gestaltung fließen kann.

Spezialisierung für unterschiedliche Anforderungen
Durch feste Designkapazitäten, eingespielte Abläufe und eine zentrale Plattform kann die 7i7 Design GmbH Unternehmen mit ganz unterschiedlichen Anforderungen unterstützen. Online-Shops benötigen beispielsweise regelmäßig Anzeigenmotive, Social-Media-Grafiken und weitere Werbemittel, während bei Industrieunternehmen eher Präsentationen, Vertriebsunterlagen oder Printmaterialien gefragt sind. Agenturen beauftragen die 7i7 Design GmbH, wenn ihre eigenen Teams ausgelastet sind oder sie vorübergehend zusätzliche Kapazitäten benötigen. Entsprechend breit ist das Kundenspektrum: Es reicht von Handwerksbetrieben und Online-Shops über mittelständische Industrieunternehmen bis hin zu größeren Konzernen wie IONOS und Fahrrad XXL.
Trotz dieser unterschiedlichen Anforderungen bleibt der Fokus klar auf Design gerichtet. Statt das Angebot um Development, Paid Ads oder weitere klassische Agenturleistungen zu erweitern, baut die 7i7 Design GmbH ihre Strukturen und Kompetenzen gezielt in diesem Bereich aus. „Spezialisierung bedeutet für uns nicht, weniger bieten zu können. Sie bedeutet, in einem klar definierten Bereich Strukturen und Expertise aufzubauen, die ein Generalist in dieser Tiefe kaum abbilden kann“, erklärt Vincent Jureczek. Auch neue Technologien betrachtet er deshalb vor allem danach, welchen konkreten Beitrag sie zur Designarbeit leisten können. Damit führt die zunehmende Digitalisierung bei 7i7 nicht zu einem breiteren Leistungsangebot, sondern soll die bestehende Spezialisierung weiter vertiefen.

KI trifft auf menschliche Designkompetenz
Die klare Spezialisierung auf Design bedeutet für Vincent Jureczek allerdings nicht, an bestehenden Arbeitsweisen festzuhalten. Gerade künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten, einzelne Abläufe zu beschleunigen und vorhandene Ressourcen gezielter einzusetzen. Die 7i7 Design GmbH prüft deshalb, welche Arbeitsschritte sie mithilfe neuer Technologien vereinfachen oder teilweise automatisieren kann. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Tätigkeiten, die regelmäßig anfallen und viel Zeit beanspruchen, ohne selbst die gestalterische Entscheidung auszumachen.
Wo Technologie unterstützen kann und wo weiterhin menschliche Designkompetenz gefragt ist, trennt Vincent Jureczek bewusst. Denn ein visuelles Ergebnis zu erzeugen, ist nicht dasselbe wie zu beurteilen, welche Gestaltung zu einer Marke, ihrer Zielgruppe und der jeweiligen Kommunikationsaufgabe passt. „KI kann uns repetitive Arbeit abnehmen und Prozesse beschleunigen. Welche Gestaltung für eine Marke wirklich funktioniert, bleibt aber eine kreative Entscheidung, für die es Erfahrung und Verständnis braucht“, erklärt Vincent Jureczek.
Diese Haltung prägt auch den unternehmerischen Weg von Vincent Jureczek. Mit der 7i7 Design GmbH hat er sich bewusst gegen den Aufbau einer möglichst breit aufgestellten Full-Service-Agentur entschieden und konzentriert sich stattdessen darauf, ein konkretes Problem immer weiter zu lösen. Dazu gehört für ihn auch, bestehende Abläufe regelmäßig zu prüfen und neue Möglichkeiten nicht allein deshalb zu übernehmen, weil sie technisch verfügbar sind. „Nur weil eine Branche seit Jahren auf eine bestimmte Weise arbeitet, heißt das nicht, dass diese Strukturen heute noch die besten sein müssen“, fasst Vincent Jureczek zusammen. Genau dieser Anspruch soll auch die weitere Entwicklung von 7i7 bestimmen: Design nicht immer breiter anzubieten, sondern die Art, wie Unternehmen darauf zugreifen und damit arbeiten, kontinuierlich zu verbessern.


