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Statussymbole – eine sinnvolle Unterstreichung?

Statussymbole haben sich in den letzten Jahren ein leicht negatives Image erworben. Denn sie werden nicht selten mit verschwenderischem Luxus gleichgesetzt, der nur dem eigenen Ansehen dienen soll. Dabei haben Statussymbole über viele Jahrtausende hinweg eine durchaus wichtige Bedeutung für die Gesellschaft und einzelne Gruppen an Menschen besessen. Was also hat es damit auf sich? Und wie gelingt das Tragen heute, ohne damit eine negative Wirkung auszulösen? 

Statussymbole – sinnvolle Unterstreichung oder anmaßende Übertreibung?

Gänzlich neu ist die Verwendung von Statussymbolen gewiss nicht. Bereits in den antiken Kulturen galten diese als beliebtes Mittel, um die Stellung einer Person gegenüber anderen Menschen hervorzuheben. Das Ziel besteht folglich darin, die Stand des Einzelnen innerhalb einer bestimmten Gruppe oder auch innerhalb der Gesellschaft als Ganzes zu festigen. Ein Vorhaben, das sich auf unterschiedlichen Wegen erreichen ließe. Zu denken wäre an das Image oder das Wissen des Betroffenen – zwei Faktoren, die ihm Ansehen und Beliebtheit verschaffen könnten. Statussymbole weichen davon zumeist ab. Bei ihnen handelt es sich in der Regel um materielle Güter, denen ein tatsächlicher, zuweilen aber auch lediglich ein symbolischer Wert zukommt.

Welche konkreten Beispiele für Statussymbole gibt es?

Wer heute an Statussymbole denkt, meint in der Regel solche Güter, denen ein hoher finanzieller Wert zugeschrieben wird. Allerdings weicht diese Interpretation von der eigentlichen Bedeutung ab. Denn die Stellung eines Menschen innerhalb der ihn umgebenden Gruppe lässt sich auch durch eine gewisse Kleidung unterstreichen. Beispielhaft seien militärische Uniformen genannt, deren Rang sich oft nur durch die Verwendung bestimmter Insignien erkennen lässt – und das auch lediglich für jene Betrachter, die über das entsprechende Know-how verfügen. Was genau ein Statussymbol ist, definiert jede Gesellschaftsgruppe daher für sich selbst. Nicht jeder Außenstehende muss den damit dargestellten Wert verstehen können.

Sind Statussymbole abhängig von Ort und Zeit?

Das Statussymbol ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Und es benötigt immer zwei Beteiligte. Einerseits steht der Träger, der mit der Verwendung des Symbols eine Aussage treffen möchte. Andererseits wird ein Rezipient gebraucht – also eine Person oder eine Gruppe von Menschen, die den Sinngehalt des Symbols erkennt. So gilt etwa in verarmten Regionen das Übergewicht durchaus als Statussymbol. Denn es lässt sich nur an Personen finden, die über genügend Geld für eine üppige Ernährung verfügen. Ebenso kann eine blasse Haut eine hohe Stellung in der Gesellschaft verdeutlichen. Denn sie zeigt an, dass ihr Träger keiner anstrengenden Arbeit unter freiem Himmel ausgesetzt ist.

Was wird heute unter einem Statussymbol verstanden?

Allerdings gibt es auch Statussymbole, die innerhalb der gesamten Gesellschaft eine unmissverständliche Bedeutung besitzen. Wie etwa Immobilien, Luxusautos, edle Uhren oder hochwertiger Schmuck. Güter also, die schnell einmal mit Eigenschaften wie Macht, Erfolg oder Reichtum assoziiert werden. Denn auch damit gelingt es, die eigene – oder vermeintliche – Stellung innerhalb einer Gruppe von Menschen zu unterstreichen. Der Träger einer goldenen Uhr muss nicht seinen Lebenslauf im Detail erläutern, wenn er in eine Gruppe ihm unbekannter Menschen kommt. Das Statussymbol an seinem Handgelenk gilt vielmehr als für jedermann erkennbare Visitenkarte – die mehr aussagt als tausend Worte. Auch wenn es sich dabei lediglich um eine zunächst oberflächliche Deutung handelt.

Können Statussymbole das Gegenteil bewirken?

Doch das vorgenannte Beispiel lässt abweichende Interpretationen zu: Teure Accessoires werden auf der einen Seite nicht selten mit einem hohen Maß an Geltungssucht, mit Verschwendung oder mit dem Drang verbunden, krampfhaft im Mittelpunkt stehen zu wollen. In diesen Fällen würde der angestrebte Status also nicht erreicht.
Auf der anderen Seite können Statussymbole auch Kunden dazu anspornen, genauso erfolgreich sein zu wollen wie der erfolgreiche Unternehmer und Träger einer Luxusuhr.

Worauf ist bei der Verwendung zu achten?

Ob im Privatleben oder im Business: Wer einen gewissen Status besitzt, darf ihn auch durchaus zeigen. Es hängt vom individuellen Geschmack ab, wie stark man ihn hervorheben möchte. Gegebenenfalls sind Fingerspitzengefühl und eine gewisse Zurückhaltung sinnvoll. Weniger kann dann durchaus mehr sein. 

Statussymbole können auch hauptsächlich dort zum Einsatz kommen, wo man sie tatsächlich benötigt – und idealerweise nur dann, wenn die eigentliche Funktion im Vordergrund steht. Denn wer beispielsweise eine hochpreisige Uhr wegen ihres präzisen Uhrwerks verwendet, legt mehr Wert auf den Nutzen und trägt sie nicht alleine wegen ihrer symbolischen Kraft am Handgelenk.

Geschrieben von

Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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