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Marketing-Update für den Fahrermangel – Experte erklärt, worauf Speditionen achten müssen

In Zeiten des Fachkräftemangels wird Recruiting zunehmend zu einem Marketing-Thema. Unternehmen bewerben sich mittlerweile beim Arbeitnehmer. Es ist daher wichtig, alle Kanäle zu bespielen, an denen sich die Zielgruppe aufhält: Bewerber befinden sich vorwiegend auf Social Media. 

Marketing-Update für den Fahrermangel – Experte erklärt, worauf Speditionen achten müssen

Neben den sozialen Medien sollten daher auch Google for Jobs, Indeed und branchenspezifische Jobportale genutzt werden, um Kontakt zu möglichen Bewerbern zu knüpfen. Selbst lokale Werbung wie eine Aufschrift auf LKWs führt heutzutage noch zum gewünschten Ergebnis. “Es gibt jedoch keine goldene Lösung – entscheidend ist der richtige Marketing-Mix”, betont Recruiting-Profi Lucas Fischer. In diesem Ratgeber gibt er Tipps, wie Transport- und Logistikunternehmen ihre offenen Stellen wirklich besetzen und den Fahrermangel zuverlässig bekämpfen.

Authentische Videos: Gezielt aus dem Wettbewerb herausstechen

In den letzten Jahren haben wir Social Media zunehmend als eine wichtige Quelle für Jobangebote betrachtet. Allerdings wird der Kanal bis Ende 2022 überschwemmt sein und die Situation wird sich in den nächsten beiden Jahren nicht verbessern. Unternehmen müssen also vor allem an der Darstellung ihrer Stellenanzeigen arbeiten, um sich von der Konkurrenz abzuheben und ihren Fahrermangel zu beheben. Viele Anzeigen sehen immer noch so aus wie 90 Prozent der Inhalte der Konkurrenz – Fahrer kennen das schon zur Genüge.

Derartige Anzeigen überzeugen daher schlichtweg nicht mehr und holen optisch niemanden ab, um dem Fahrermangel zu trotzen. Aus diesem Grund sollten Sie stattdessen auf kurze Videos setzen, in denen die ausgeschriebene Stelle möglichst authentisch dargestellt wird. Häufig reicht es aus, solche Kurzfilme eigenständig mit dem Smartphone aufzunehmen. Alternativ kann man auch mit Agenturen wie etwa MediaRecruiting zusammenarbeiten, die entsprechende Videos professionell erstellen.

Speditionen können ihre eigene Mannschaft nutzen, um dem Fahrermangel zu trotzen

“Viele unserer Kunden haben mehr als 30 Mitarbeiter”, verrät Lucas Fischer. Unternehmen sollten ihre Fahrer deshalb zu Recruiting-Zwecken einsetzen. Dabei kann es sich lohnen, das Personal zum Teilen von Stellenanzeigen auf Social Media zu motivieren. Denn so generiert man im Kampf gegen den Fahrermangel ohne nennenswerte Kosten eine enorme Reichweiten-Power. Allerdings wollen Mitarbeiter oft nichts privat von der Firma teilen. “Dieses Problem lässt sich gezielt lösen”, betont Lucas Fischer.

“Zum Beispiel mit digitalen Mitarbeiterempfehlungsprogrammen, die wir auch in unserer Agentur erfolgreich einsetzen”, so der Recruiting-Profi. Sie motivieren die Fahrer dank großzügiger Belohnungen dazu, ihre Bekannten, Freunde und Follower auf die Stellenanzeige aufmerksam zu machen. Eine entsprechende Prämie lässt sich dabei – für die Arbeitnehmer reizvoll – aufteilen: Beispielsweise kann sie zum Zeitpunkt der Einstellung und erneut nach erfolgreich bestandener Probezeit ausgezahlt werden.

Die Candidate Journey optimieren

Jeder digitaler Berührungspunkt sollte optimiert sein, um dem Fahrermangel entgegenzuwirken. Dabei geht es vor allem darum, wie sich Bewerber verhalten, sobald sie die Stellenanzeige gesichtet haben – bei Interesse werden sie sich über das Unternehmen informieren. Hierfür besuchen sie Ihre Website und durchforsten Bewertungsportale wie Kununu, um einen Eindruck von dem Unternehmen zu gewinnen.

Sie nehmen außerdem die Kanäle auf Facebook, Instagram und YouTube unter die Lupe. Auf all diesen Plattformen muss es einen roten Faden und einen authentischen Einblick geben. Sind diese digitalen Berührungspunkte nicht optimiert, verliert man Interessenten, bevor man mit ihnen in Kontakt treten konnte.

Fazit zum Fahrermangel 

In einer zunehmend globalisierten und vernetzten Welt ist es für Transportunternehmen immer wichtiger, sich von der Konkurrenz abzuheben. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist der Einsatz von Mitarbeiterempfehlungsprogrammen. Durch die Nutzung dieser Programme können Unternehmen ihr Employer Branding stärken und die Zahl der Bewerbungen erhöhen, sodass der Fahrermangel geringer werden kann.

Um die digitale Präsenz zu verbessern, sollten Transportunternehmen zudem ihre digitalen Berührungspunkte optimieren. Diese Maßnahmen werden dazu beitragen, dass Unternehmen in einem wettbewerbsintensiven Umfeld erfolgreich sind. Das Ziel sollte es immer sein, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und den Fahrermangel zu bekämpfen.

Geschrieben von

Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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