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Gesund führen – was bedeutet das?

Von der Kaffee-Flatrate über frisches Obst bis hin zu flexiblen Arbeitszeiten – für ihre Belegschaft lassen sich Unternehmen einiges einfallen. Doch Gratis-Kaffee und frische Äpfel machen noch lange keine zufriedenen Mitarbeiter. Auf den richtigen Führungsstil kommt es an. Denn gesund führen ist immer noch keine Selbstverständlichkeit. Dabei ist ein erfolgreiches Leadership Management keine große Kunst. Schon mit einfachen Mitteln lässt sich die Führungsstrategie verbessern.

Gesund führen – was bedeutet das?

Wer ein Unternehmen gesund führen möchte, übt direkt oder indirekt einen positiven Einfluss auf das Arbeitsklima und die Mitarbeiterzufriedenheit aus. Denn je besser das Arbeitsklima und je zufriedener die Belegschaft, desto stärker die Mitarbeiterbindung. Die Fluktuation nimmt somit spürbar ab.

Warum ist eine gesunde Führung wichtig?

Laut der TOP JOB-Trendstudie aus dem Jahr 2013 fördert ein gesunder Führungsstil nachweislich die Produktivität und Leistungsbereitschaft der Belegschaft. Das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter steigt um 30 Prozent, das Engagement um 19 Prozent. Derweil sinkt die Kündigungsbereitschaft um 75 Prozent.

Gesund führen: Was zeichnet eine vorbildliche Leadership aus?

Sicherheit

Eine gute Führungskraft vermittelt Sicherheit. Sie gibt dem Mitarbeiter keinen Grund zur Sorge. Denn Unsicherheit gilt als Motivationsblocker Nummer eins. Wer ständig um seine Existenz bangt und seine Kreativität zurückhält, kann sich am Arbeitsplatz nicht frei entfalten.

Die Basis für einen sicheren Führungsstil ist Vertrauen. Die Führungskraft muss Entscheidungen plausibel und transparent begründen. Zugleich ermuntert sie den Einzelnen zur Eigeninitiative. Seine Ideen sind ausdrücklich erwünscht. Wer ein Unternehmen gesund führen möchte, sollte diese Punkte also berücksichtigen.

Gesund führen zeugt von Wertschätzung

Lob und Anerkennung sind der zuverlässigste Motivator. Fühlt sich der Mitarbeiter ernst genommen und geschätzt, ist er zu Höchstleistungen fähig.

Wertschätzung besteht allerdings nicht ausschließlich in Lob. Schon ein höflicher, respektvoller Umgang mit seinem Gegenüber gilt als Zeichen von Anerkennung. Das beginnt beim „Guten Morgen“ und endet beim „Danke für die gute Arbeit„.

Balance zwischen An- und Entspannung

Möchte man sein Team gesund führen gilt nicht „mehr ist mehr„. Denn mehr Input führt nicht automatisch zu mehr Output. Oft ist das Gegenteil der Fall. Arbeitet der Mitarbeiter ständig jenseits seiner körperlichen und geistigen Belastungsgrenzen, steigt die Burnout-Gefahr. Schnell sind seine Ressourcen erschöpft. Umso wichtiger sind ausreichend Pausen, um den Akku wieder aufzuladen.

Zuhören

Nicht jeder Mitarbeiter sehnt sich nach einer Beförderung oder Gehaltserhöhung. So mancher wünscht sich mehr kreativen Freiraum, flexiblere Arbeitszeiten oder mehr Entscheidungsgewalt. Doch diese Wünsche lassen sich nur selten von den Augen ablesen. Umso mehr lohnt sich ein persönliches Gespräch. Was treibt den Einzelnen an? Wo will er hin? Was widerspricht seinen Moralvorstellungen? 

Gesund führen: Welche Voraussetzungen sind erforderlich?

Der Wille zählt

Wer keinen Wert darauf legt, dass man ein Unternehmen gesund führen sollte, wird auch keine gesunde Führung anstreben. Der Wille muss da sein. Gelegentlich lässt sich dem Willen aber auf die Sprünge helfen. Eine detaillierte Aufklärung über die Vorteile einer gesunden Führung ermutigen die Führungsetage zum Umdenken.

Ein gesundes Vorbild sein

Wer seinen Mitarbeitern Autorität und Hektik vorlebt, kann nicht von einem ausgelassenen Führungsstil sprechen und ein Unternehmen gesund führen. Schließlich muss die Führungskraft die Prinzipien Freiheit und Wohlwollen auch selbst verinnerlichen. Nur so kann sie der Belegschaft ein gutes Vorbild sein.

Zum Beispiel: Eine Führungskraft, die unter Stress impulsiv oder wortkarg wird, kann kaum von ihren Mitarbeitern Ruhe und Besonnenheit erwarten.

Keine Vorurteile, wenn man ein Unternehmen gesund führen möchte

Gesunde Führung basiert auf Respekt und Vertrauen. Doch diese sind alles andere als selbstverständlich. Viele Führungskräfte begegnen der Belegschaft immer noch mit Vorurteilen. Und je mehr Vorurteile sie im Kopf haben, desto weniger Freiheit lassen sie dem Mitarbeiter. Wie soll der Lebemann das Projekt des Monats managen oder die impulsive Kollegin bei wichtigen Kundengesprächen einen kühlen Kopf bewahren?

Präsenz zeigen

Ein Chef, den man nie zu Gesicht bekommt, bleibt ein Mysterium. Er wirkt abstrakt, kühl und unnahbar und kann ein Unternehmen nicht gesund führen. Umso wertvoller ist ein lebhaftes soziales Miteinander. Bei einer gesunden Führung mischt sich selbst die oberste Etage regelmäßig unter die Belegschaft, nimmt an Teamevents teil und geht auf die Bedürfnisse des Einzelnen ein. Nur so baut sich eine angenehme und vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre auf, in der sich jeder Mitarbeiter willkommen fühlt.

Geschrieben von

Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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