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Firmenname ändern – welche Risiken bestehen und wie die Umbenennung gelingt

Namen von Unternehmen sind nicht immer für die Ewigkeit gemacht. Wer sich neu ausrichten, ein internationales Publikum erreichen oder einfach einen aus der Mode gefallenen Namen loswerden möchte, kann seinen Firmennamen ändern. Dabei unterscheidet man zwischen der rechtlichen Änderung des Unternehmensnamens und dem bloßen Wechsel der Geschäftsbezeichnung.

Firmenname ändern – welche Risiken bestehen und wie die Umbenennung gelingt

Den Firmennamen ändern – das kann sich lohnen, birgt jedoch auch einige Risiken. In jedem Fall ist dies immer mit hohen Kosten für das Marketing verbunden. Wie man den Firmennamen ändern kann, es am besten gelingt und was dabei zu beachten ist, verrät der folgende Beitrag.

Wann sollte man den Firmennamen ändern?

Über Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens entscheidet auch der Name. Dieser gibt über die angebotenen Produkte und Dienstleistungen Aufschluss und ist so ein wichtiges Instrument im Marketing. Viele Unternehmensbezeichnungen entspringen dagegen der Fantasie, haben sich aber so weit eingebrannt, dass Kunden ihn mit dem Angebot assoziieren.

Verschiebt sich der Schwerpunkt des Unternehmens, sollten Inhaber den Firmennamen ändern. So entsteht später keine Verwirrung bei den Kunden. Ebenso können alte Namen auch einfach aus der Mode fallen. Frischer Wind in der Unternehmensbezeichnung überzeugt auch Kunden davon, dass die Firma mit der Zeit geht.

Namen in deutscher Sprache sind ungünstig, wenn man international expandieren will. Dabei sollten Inhaber jedoch prüfen, ob es sich nicht anbieten würde, für das In- und Ausland unterschiedliche Bezeichnungen zu verwenden. Nicht zuletzt müssen viele Unternehmer ihren Firmennamen ändern, weil ansonsten bestehende Markenrechte verletzt würden. Die häufige Verwechslung mit der Konkurrenz kann abgesehen davon ebenfalls für eine Änderung des Unternehmensnamens sprechen.

Firmennamen ändern: So gehen Unternehmer vor

Eine Firma im rechtlichen Sinne führen tatsächlich nur ein Viertel aller Unternehmer. Dabei handelt es sich eigentlich um die im Handelsregister eingetragene Unternehmensbezeichnung von Kaufleuten. Erkennbar ist dies an dem Rechtsformzusatz (z.B. GmbH, AG oder KG).

Nicht verwechselt werden darf der Firmenname mit der Geschäftsbezeichnung, die keine Eintragung erfordert und der Fantasie der Gründer entspringen kann. Das „Hotel am See“ kann beispielsweise die Geschäftsbezeichnung der „Hotel Müller GmbH“ sein.

Mitunter bietet es sich dennoch an, den Firmennamen ändern zu lassen. Schließlich muss dieser unter anderem im Schriftverkehr immer korrekt angegeben werden. Notwendig ist dafür eine Anzeige beim örtlichen Gewerbeamt sowie eine Eintragung im Handelsregister über einen Notar. An den rechtlichen Namen einer Firma werden jedoch einige Bedingungen gestellt. Unter anderem soll dieser unterscheidbar und nicht irreführend sein. Auch die Rechtsform muss erkenntlich bleiben.

Lediglich die Geschäftsbezeichnung zu ändern, bedarf keiner Anzeige. Wer seinen Firmennamen ändern möchte, sollte dennoch stets daran denken, Kunden und Partner zu informieren. Auch ob eine Verletzung des Markenrechts vorliegt, sollte vorher überprüft werden.

Diese Risiken birgt die Änderung des Firmennamens

Wer den Firmennamen ändern möchte, erhofft sich davon wohl einen positiven Effekt auf die Außendarstellung. Jedoch kann dies genau das Gegenteil bewirken. Besonders in den Zeiten des Internets ist der Wechsel der Unternehmensbezeichnung mit Bedacht vorzunehmen.

Suchmaschinen sind auf den Firmennamen eingestellt und erfassen das Unternehmen zunächst nur über den alten Namen. Bei einer hohen Zahl an Suchanfragen verweisen Google und Co. direkt in den ersten Suchergebnissen auf die Website und Social-Media-Profile. Bis Suchmaschinen erst einmal eine neue Domain erkennen, vergehen Wochen. Auch danach dauert es einige Zeit, bis über das Internet vergleichbare Zugriffszahlen wie vor der Änderung des Firmennamens erreicht werden.

Etabliert hat sich der Firmenname aber auch in der Offline-Welt. Ein Verlust der Bekanntheit ist nicht unwahrscheinlich, schließlich verbinden Kunden mit einem Namen ein gewisses Produkt oder Gefühl. Viele gehen bei einem neuen Firmennamen gleich von einem anderen Inhaber oder einem gänzlich anderen Unternehmen aus. Das Schalten von Werbung und die Neugestaltung von Website, Logo und Co. ist dabei mit hohen Kosten verbunden.

Firmennamen ändern: So vermeiden Unternehmer Umsatzverluste

Wer seinen Firmennamen ändern will, sollte nichts unversucht lassen, um Kunden, Partner und Zulieferer darüber in Kenntnis zu setzen – und zwar schon vor der Änderung. Websites können Inhaber auch zunächst unter beiden Domains führen.

Indem man Werbung bei Google und Facebook schaltet, erhält man auch unter einem neuen Unternehmensnamen das gute Ranking in Suchmaschinen aufrecht. Über Ankündigungsposts machen Unternehmer ihre Kunden auf Social Media auf den Namenswechsel rechtzeitig aufmerksam. Auch hilft eine Pressemitteilung in der örtlichen Tageszeitung, wenn insbesondere eine regionale Zielgruppe angesprochen werden soll.

Darüber hinaus hilft nur Geduld. Auch ein neuer Firmenname wird sich durchsetzen – hauptsächlich dann, wenn er besser ist – und mit der Zeit neue Kunden ansprechen.

Firmenname ändern: Chance und Risiko zugleich

Mit der Änderung des Firmennamens können Unternehmen Kunden verlieren. Daher gilt es, eine kluge Marketingoffensive zu starten. Inhaber sollten die Chance nutzen und beispielsweise mit einer frisch gestalteten Website und bezahlter Werbung gezielt Neukunden ansprechen.

Geschrieben von

Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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