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Maßnahmen gegen Inflation: 5 wirksame Tipps für Unternehmen

Steigende Kosten, sinkende Nachfrage – eine Inflation betrifft Unternehmen stark. Hohe Teuerungsraten treten insbesondere in Krisenzeiten auf und führen nicht selten dazu, dass Selbstständige und Unternehmer in Existenznot geraten.

Maßnahmen gegen Inflation: 5 wirksame Tipps für Unternehmen

Auch wenn sich niemand gegen eine Inflation wehren kann, ist es ratsam, zumindest angemessen auf sie zu reagieren. Folgende fünf Maßnahmen gegen Inflation helfen bei der Krisenbewältigung.

Was versteht man unter einer Inflation?

Wenn sich das Preisniveau von Produkten und Dienstleistungen in der Wirtschaft erhöht, spricht man von einer Inflation. Berechnet wird die Inflation anhand eines repräsentativen Warenkorbs, in dem sich verschiedene Güter befinden. Auf Verbraucher und Unternehmen kommen während einer Inflation somit höhere Kosten zu.

Grundsätzlich gilt eine Inflation sogar als gut für die Wirtschaft. Steigen die Preise allmählich und planbar, sind Konsumenten eher dazu bereit, Geld auszugeben. Eine starke Inflation führt allerdings zum rasanten Verlust der Kaufkraft und somit ohne Maßnahmen gegen Inflation zu großer Unsicherheit bei Verbrauchern und Unternehmern. Das Leben wird unerschwinglicher, sodass Löhne zwangsläufig mitsteigen müssen – die sogenannte Lohn-Preis-Spirale droht. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt daher eine Inflation von zwei Prozent pro Jahr an.

Hohe Inflationen haben verschiedene Ursachen. Meist entstehen sie in Krisenzeiten. Globale Katastrophen beeinträchtigen Lieferketten, Güter werden knapper, Preise steigen. Durch die starke Erhöhung der Geldmenge kann sie jedoch auch künstlich erzeugt werden. Als Beispiel dafür gilt die Hyperinflation in der Weimarer Republik.

Die fünf wirksamsten Maßnahmen gegen Inflation

In vielen Fällen ist es ein notwendiges Übel, Maßnahmen gegen die Inflation zu ergreifen. Dabei dienen sie in erster Linie dem Erhalt des Unternehmens und dem Sichern von Arbeitsplätzen. Folgende fünf Tipps helfen Unternehmern:

1. Höhere Kosten weitergeben als Maßnahme gegen die Inflation

Kostet die Produktion einer Ware immer mehr Geld, hilft es, die Kosten an die Käufer weiterzugeben. Dies ist zwar als Maßnahme gegen die Inflation ein unbeliebter Schritt, der nicht zuletzt für die Inflation überhaupt erst verantwortlich ist, aber der effektivste. Vorher sollten betroffene Unternehmer die Marktsituation genau analysieren. Preiserhöhungen lassen sich am einfachsten durchsetzen, wenn Konkurrenzunternehmen von der Inflation im gleichen Maße betroffen sind. Auch bei hochwertigen Produkten mit Alleinstellungsmerkmalen sind Preiserhöhungen leichter zu kommunizieren.

2. Finanzielles Polster aufbauen

Wirtschaftliche Krisenzeiten sind nicht planbar, meist jedoch von nicht allzu langer Dauer. Inflationsraten über zwei Prozent gab es in Deutschland nur in Ausnahmefällen und selten länger als drei Jahre am Stück. Daher hilft es, sich mit finanziellen Rücklagen gegen hohe Teuerungsraten abzusichern und dies als Maßnahme gegen die Inflation zu nutzen. Um liquide zu bleiben, sollten Unternehmer ihre Kunden zur pünktlichen Zahlung ihrer Rechnungen motivieren und selbst Zahlungsfristen voll ausschöpfen.

Auch hilft es bei Forderungsrückständen, Inkassounternehmen zu beauftragen, die das Ausfallrisiko selbst tragen. Finanzielle Mittel lassen sich in Zeiten niedriger Zinsen auch bei der Hausbank beschaffen. Darüber hinaus gilt es, staatliche Hilfen anzunehmen, wenn diese während einer Inflation angeboten werden. Auch dies kann eine gute Maßnahme gegen die Inflation sein.

3. Lieferantenkreis erweitern als Maßnahmen gegen die Inflation

Langfristige Verträge mit Lieferanten beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen bei einer Inflation stark. Eine breite Basis an Lieferanten hilft dabei, Preise zu vergleichen und den Zufluss an Waren unter kalkulierbaren Kosten zu erhalten. Erhöhen mehrere Lieferanten die Preise, können dieselben Güter bei einem anderen Zulieferer plötzlich günstiger sein.

Auch die Gesamtkosten sollten Unternehmen stets im Blick haben. Betrifft die Inflation zum Beispiel auch die Spritpreise, sollte an erster Stelle an den Transportkosten gespart werden. Zulieferer aus der Region können hier trotz möglicherweise höherer Preise interessant werden.

4. Flexible Verträge abschließen

Auch abseits von Wirtschaftskrisen und hohen Inflationsraten können Preise für einzelne Güter zeitweilig in die Höhe schnellen. Lokale Probleme in Staaten der Zulieferer sind einer der Gründe dafür. Wer auf diese Güter angewiesen ist, muss seine Preise ebenfalls kurzfristig erhöhen können. Dies funktioniert nur mit flexiblen Lieferverträgen ohne Festpreise.

In diesen sollten sich Unternehmer mit sogenannten Preisgleitklauseln das Recht vorbehalten, steigende Kosten für Rohstoffe und Energie eigenmächtig an den Kunden weitergeben zu können. So sichern sich Unternehmen nicht nur gegen die generelle Teuerung, sondern auch gegen plötzliche, unberechenbare Preissprünge ab. Auch mit der Bank können Unternehmer bei der Aufnahme eines Kredits flexible Konditionen vereinbaren und so Maßnahmen gegen die Inflation ergreifen.

5. Effizienz erhöhen und Kosten senken

Zu den wirksamsten Maßnahmen gegen Inflation zählt die Senkung der Betriebskosten. Schließlich lassen sich gestiegene Kosten bei nachlassender Nachfrage nur schwer weitergeben, auch ist nicht jeder Kunde zur Vereinbarung flexibler Verträge bereit. Bevor Unternehmen nun jedoch an der falschen Stelle sparen, sollte die Erhöhung der Kosteneffizienz im Vordergrund stehen.

Die Steigerung der Produktivität und die effizientere Steuerung von Prozessen sind Maßnahmen, die nicht nur während einer Inflation einen Wettbewerbsvorteil einbringen. Der Ausbau der Digitalisierung, innovative Maschinen sowie neue Software helfen dabei. Notwendige Investitionen sollten nicht vernachlässigt werden, vor allem nicht, wenn genügend Liquidität vorhanden ist. Auch niedrige Zinsen sind ein Anreiz, in die Effizienz des eigenen Unternehmens zu investieren.

Geschrieben von

Samuel Altersberger ist Redakteur beim UnternehmerJournal. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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