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KI-Kochbücher auf Amazon KDP: Cedric Mattig erklärt, worauf es wirklich ankommt

Mit ChatGPT lassen sich Rezepte heute in kurzer Zeit vorbereiten, mit Canva passende Layouts gestalten und über Amazon KDP ohne eigenen Verlag veröffentlichen. Doch was die Produktion erheblich vereinfacht, löst das eigentliche Problem noch nicht: Ein fertiges Kochbuch schafft noch keine Nachfrage. Warum deshalb bereits vor der Erstellung klar sein muss, für wen ein Buch gedacht ist und welchen konkreten Mehrwert es bietet, erfahren Sie hier.

KI hat die Einstiegshürden im Self-Publishing erheblich gesenkt. Rezepte, Texte und Gestaltungsideen lassen sich schneller vorbereiten, während Amazon KDP Veröffentlichung, Print-on-Demand und Versand ermöglicht. Gerade Kochbücher wirken damit für Einsteiger wie ein naheliegendes Produkt. Doch genau diese Einfachheit führt schnell zu einem Trugschluss: Nur weil sich ein weiteres Airfryer-, Abnehm- oder allgemeines Rezeptbuch schnell erstellen lässt, bedeutet das noch lange nicht, dass dafür auch eine entsprechende Nachfrage besteht. Bleibt unklar, für wen das Buch gedacht ist, welches konkrete Problem es löst und wodurch es sich von ähnlichen Angeboten unterscheidet, fehlt potenziellen Käufern ein klarer Grund, sich ausgerechnet für dieses Buch zu entscheiden. „KI macht es heute leichter, Bücher zu produzieren. Ob daraus ein verkäufliches Produkt wird, entscheidet aber nicht die KI, sondern die Positionierung“, erklärt Cedric Mattig, Gründer der NiCe Publishing Consulting GmbH.

„Entscheidend ist deshalb, die Buchidee nicht von den Möglichkeiten der KI aus zu entwickeln, sondern vom Markt und den Bedürfnissen potenzieller Käufer“, so Cedric Mattig weiter. Der Experte für Amazon Kindle Direct Publishing hat selbst über Amazon KDP den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit eingeschlagen und anschließend die NiCe Publishing Consulting GmbH gegründet. Heute begleitet er Self-Publisher beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung ihres Publishing-Geschäfts und verbindet dabei praktische Erfahrungswerte mit fachlichem Know-how, einem eigenen Netzwerk und softwarespezifischem Support. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie aus einer ersten Buchidee ein Produkt entstehen kann, das am Markt tatsächlich auf Nachfrage trifft.

Warum ein gefragtes Thema allein noch keine gute Buchidee ist

Airfryer, High Protein, Meal Prep, zuckerfreie Ernährung oder Longevity können attraktive Themenfelder für ein Kochbuch sein. Doch vorhandenes Interesse allein reicht nicht aus, um daraus ein überzeugendes Angebot zu entwickeln. Gerade in stark besetzten Märkten kommt es darauf an, ein breites Thema so zuzuspitzen, dass sich eine bestimmte Käufergruppe darin wiederfindet. „High Protein“ beschreibt beispielsweise zunächst nur eine Ernährungsrichtung. Erst durch die Verbindung mit einem konkreten Anwendungsfall und einer klaren Zielgruppe entsteht daraus eine greifbare Buchidee.

Für diese Zuspitzung verbindet Cedric Mattig fünf Bausteine: Thema, Zubereitungsart, Konzept, Käufergruppe und Zusatznutzen. Aus „High Protein“ kann so beispielsweise ein High-Protein-Meal-Prep-Kochbuch für Berufstätige entstehen, dessen Rezepte im Airfryer zubereitet werden, mit wenigen Zutaten auskommen und durch Einkaufslisten, Mengenangaben und Nährwerte ergänzt werden. Ebenso lässt sich ein Airfryer-Kochbuch gezielt für Teenager mit einem Fünf-Zutaten-Konzept entwickeln. Entscheidend ist, dass die einzelnen Elemente nicht beliebig kombiniert werden, sondern gemeinsam ein nachvollziehbares Angebot ergeben.

Damit verändert sich auch der Blick auf das eigentliche Produkt. Käufer suchen nicht einfach nach möglichst vielen Rezepten. Sie möchten beispielsweise trotz eines vollen Arbeitstags unkompliziert vorkochen, ihre Proteinzufuhr leichter in den Alltag integrieren oder eine bestimmte Ernährungsweise einfacher umsetzen.

Wie aus einer guten Buchidee ein überzeugendes Angebot wird

Eine gute Nische allein reicht noch nicht aus, wenn potenzielle Käufer auf Amazon nicht sofort erkennen, was sie von dem Buch erwarten können. Schon im Suchergebnis konkurriert es mit zahlreichen anderen Titeln. Entsprechend klar sollten Titel und Cover vermitteln, worum es geht und welchen Nutzen das Buch bietet. Bei einem High-Protein-Meal-Prep-Kochbuch für Berufstätige sollte beispielsweise auf den ersten Blick deutlich werden, dass die Rezepte auf einen unkomplizierten und zeitsparenden Alltag ausgerichtet sind. Im Buch selbst kann sich dieser Nutzen durch Einkaufslisten, Nährwerte, genaue Mengenangaben, Varianten oder praktische Hinweise fortsetzen. Auch A+-Inhalte auf der Produktseite können genutzt werden, um Einblicke in das Buch zu geben und seine Besonderheiten sichtbar zu machen.

Auch beim Preis lohnt sich der Blick auf die konkrete Nische. Cedric Mattig empfiehlt, Märkte zu betrachten, in denen vergleichbare Kochbücher bereits etwa 15 bis 20 Euro kosten. Er selbst veröffentlicht keine Bücher mehr unter 14,95 Euro. Dass dabei nicht automatisch das günstigste Angebot gewinnt, zeigt für ihn das Beispiel einer Teilnehmerin namens Diana. Ihr Rezeptbuch gehörte in seiner Nische zu den teureren Angeboten, verkaufte sich aber besonders gut. Das lag aus Sicht von Cedric Mattig vor allem daran, dass das Buch hochwertiger gestaltet und genauer auf die Käufer zugeschnitten war. 

KI beschleunigt die Erstellung – Kontrolle bleibt entscheidend

Steht fest, welches Kochbuch entstehen soll, kann KI einen großen Teil der zeitaufwendigen Vorarbeit erleichtern. ChatGPT kann beispielsweise Rezeptentwürfe erstellen, Zutatenlisten strukturieren, Varianten entwickeln oder Einkaufslisten und weitere Zusatzinhalte vorbereiten. Canva unterstützt anschließend bei Gestaltung und Layout. Nach Erfahrung von Cedric Mattig lässt sich ein Kochbuch bei konsequenter Umsetzung auf diese Weise teilweise innerhalb von zwei bis vier Wochen fertigstellen. Gerade Arbeitsschritte, die zuvor viel Zeit in Anspruch genommen haben, können dadurch deutlich schneller erledigt werden.

Schneller erstellt bedeutet allerdings nicht, dass die Inhalte ungeprüft veröffentlicht werden können. Bei Rezepten müssen etwa Zutaten und Mengen zusammenpassen sowie Kalorien- und Nährwertangaben auf Plausibilität kontrolliert werden. Besondere Sorgfalt ist außerdem bei Büchern erforderlich, die gesundheitliche oder ernährungsbezogene Aussagen enthalten. Hinzu kommen Urheber- und Bildrechte, mögliche Markenbezüge und die Vorgaben der jeweiligen Plattform. Fremde Rezepttexte können nicht einfach übernommen werden, ebenso kann die Verwendung bestimmter Produkt- oder Markennamen eine genauere rechtliche Prüfung erforderlich machen. „KI kann zwar bei der Erstellung viel Arbeit abnehmen, die Verantwortung für das veröffentlichte Buch bleibt aber beim Publisher“, betont Cedric Mattig.

Wenn aus einem Buchkonzept weitere Produkte entstehen

Ein erfolgreich positioniertes Kochbuch kann bereits für sich ein profitables Produkt sein. Gleichzeitig eröffnet ein funktionierendes Konzept die Möglichkeit, darauf aufzubauen und weitere Bücher innerhalb derselben Nische zu entwickeln. Dafür muss nicht jedes Mal eine vollkommen neue Idee entstehen. Stattdessen lässt sich die grundlegende Ausrichtung beispielsweise auf einen anderen Schwerpunkt, eine weitere Zielgruppe oder einen neuen Anwendungsfall übertragen. Gestaltung und Titelaufbau können dabei ähnlich bleiben und für Wiedererkennbarkeit sorgen, während jedes Buch weiterhin einen eigenen konkreten Nutzen bietet.

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt Cedric Mattig am Beispiel einer Teilnehmerin namens Claudia. Sie veröffentlichte sechs Bücher innerhalb derselben übergeordneten Nische, die einer ähnlichen gestalterischen und konzeptionellen Linie folgten, sich in ihrer konkreten Ausrichtung jedoch unterschieden. Auf diese Weise entwickelte sie nicht sechs voneinander unabhängige Buchideen, sondern baute schrittweise auf einem bereits funktionierenden Konzept auf. „Ein erfolgreiches Konzept muss kein Einzelprojekt bleiben. Wenn die Grundidee funktioniert, lässt sie sich gezielt weiterentwickeln und für weitere passende Buchideen nutzen“, erklärt Cedric Mattig abschließend.

 

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Dann wenden Sie sich an Cedric Mattig und die NiCe Publishing Consulting GmbH und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch! 

 

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