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Katharina Dauenhauer über das Sicherheitsparadox: Wenn Tagesgeld Kaufkraft kostet

Über Jahre gespart, größere Rücklagen aufgebaut und das Geld bewusst auf dem Tagesgeld geparkt: Viele Frauen ab 45 glauben, damit auf der sicheren Seite zu sein. Doch während der Kontostand stabil bleibt, kann die Kaufkraft Jahr für Jahr sinken. Wann wird aus vermeintlicher Sicherheit also selbst ein finanzielles Risiko?

Girokonto, Tagesgeld oder seit Jahren laufende Finanzprodukte: Wer über Jahre Vermögen aufgebaut hat, möchte das Erreichte verständlicherweise schützen. Gerade Frauen ab 45 setzen deshalb häufig auf Lösungen, die ihnen vertraut erscheinen und bei denen keine täglichen Kursschwankungen sichtbar werden. Doch genau darin kann ein trügerisches Gefühl von Sicherheit entstehen. Denn entscheidend ist nicht allein, welcher Betrag auf dem Konto oder in bestehenden Verträgen ausgewiesen wird, sondern welche Kaufkraft dieses Vermögen langfristig behält. Liegt die Verzinsung dauerhaft unter der Inflationsrate, kann das Geld real an Wert verlieren, obwohl auf den ersten Blick kein Verlust zu erkennen ist. Während fallende Börsenkurse sofort sichtbar werden, vollzieht sich dieser Kaufkraftverlust schleichend. „Wer sein Vermögen aus Angst vor Verlusten nur auf dem Tagesgeld schützt, kann am Ende genau das verlieren, was er bewahren wollte: seine Kaufkraft“, erklärt Katharina Dauenhauer, Geschäftsführerin der Dauenhauer Consulting GmbH.

„Es geht nicht darum, plötzlich das gesamte Vermögen vom Tagesgeld zu nehmen und an der Börse zu spekulieren. Viel wichtiger ist es, die eigene Situation vollständig zu betrachten und Risiken dort zu erkennen, wo sie tatsächlich entstehen“, so Katharina Dauenhauer weiter. Die SPIEGEL-Bestsellerautorin, ausgebildete Bankkauffrau und studierte Wirtschaftspädagogin beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Finanzthemen und deren Vermittlung. Unter anderem war sie an der Berliner Berufsschule für Banken, Immobilien und Versicherungen tätig und arbeitete als IHK-Prüferin für Bankauszubildende.

Heute unterstützt sie mit der Dauenhauer Consulting GmbH vor allem Frauen ab 45 dabei, ihr vorhandenes Vermögen zu strukturieren und ihre finanzielle Planung auf die kommenden Jahre auszurichten. Dabei betrachtet sie nicht einzelne Anlageprodukte isoliert, sondern das gesamte finanzielle Bild – von vorhandenen Rücklagen und bestehenden Verträgen bis zum Depot, der persönlichen Risikotoleranz und der späteren Entnahme im Ruhestand. Ziel ist eine Geldanlage, die zur jeweiligen Lebensphase passt und deren Entscheidungen die Frauen selbst nachvollziehen können.

Warum auch Nichtstun ein finanzielles Risiko darstellt

Aus Angst vor Verlusten entscheiden sich viele Anlegerinnen zunächst dafür, gar nichts zu verändern. Das kann sich sicher anfühlen, ist finanziell jedoch ebenfalls eine Entscheidung. Denn während größere Beträge über Jahre auf dem Tagesgeld liegen oder bestehende Verträge unverändert weiterlaufen, verstreicht wertvolle Zeit für den Vermögensaufbau. Gerade für Frauen ab 45 gewinnt dieser Faktor an Bedeutung: Je näher der Ruhestand rückt, desto weniger Zeit bleibt, um die eigene Vermögensstruktur anzupassen und sich auf spätere Entnahmen vorzubereiten.

„Auch Nichtstun ist eine finanzielle Entscheidung“, betont Katharina Dauenhauer. „Wer aus Angst vor Kursschwankungen jahrelang nichts verändert, sollte sich bewusst machen, dass auch Inflation, geringe Erträge und ungeprüfte Altverträge Risiken für das eigene Vermögen darstellen können.“ Gerade deshalb lohnt es sich, bestehende Riester-Verträge, Renten- und Kapitallebensversicherungen, Bausparverträge oder Fondsprodukte kritisch zu überprüfen. In einzelnen Fällen können solche Verträge weiterhin zur persönlichen Finanzplanung passen, häufig zeigt sich nach einer genaueren Analyse jedoch, dass Kosten, Ertragschancen oder Leistungen nicht mehr zur heutigen Lebenssituation und den finanziellen Zielen passen. Erst wenn Anlegerinnen verstehen, welche Produkte sie besitzen, was diese tatsächlich leisten und welche Alternativen ihnen zur Verfügung stehen, können sie fundiert entscheiden, ob bestehende Strukturen beibehalten oder verändert werden sollten. Eine bewusst gewählte Liquiditätsreserve auf dem Tagesgeld kann dabei weiterhin sinnvoll sein – entscheidend ist jedoch, dass dort nicht aus Gewohnheit oder Unsicherheit dauerhaft mehr Vermögen liegt, als für diesen Zweck tatsächlich benötigt wird.

Die Anlagestrategie muss zur Lebensphase passen

Mit zunehmendem Alter verändern sich auch die Anforderungen an die Geldanlage. Wer beispielsweise mit 55 Jahren sein Vermögen neu strukturiert, hat andere Voraussetzungen als eine 25-jährige Berufseinsteigerin. Bis zum Ruhestand bleibt weniger Zeit, gleichzeitig ist häufig bereits Vermögen vorhanden, das unterschiedliche Aufgaben erfüllen muss. Anleger halten einen Teil ihres Vermögens kurzfristig verfügbar und investieren einen anderen Teil längerfristig. Zudem spielen familiäre Verpflichtungen eine Rolle und die Frage, wann sie erste Beträge wieder benötigen. Ereignisse wie eine Scheidung, eine Erbschaft oder der Verkauf eines Hauses oder einer Praxis können die Ausgangslage zusätzlich verändern.

„Ab einem gewissen Punkt reicht es nicht mehr, nur darüber nachzudenken, wie das Vermögen angelegt wird. Frauen müssen sich auch fragen, wann sie welches Geld wieder brauchen und wie sie später darauf zugreifen möchten“, erklärt Katharina Dauenhauer. Gerade mit Blick auf den späteren Ruhestand wird diese Frage entscheidend. Wer erst dann über Entnahmen nachdenkt, wenn das Geld tatsächlich benötigt wird, läuft Gefahr, langfristige Anlagen zu einem ungünstigen Zeitpunkt auflösen zu müssen.

Eine passende Strategie berücksichtigt deshalb bereits beim Vermögensaufbau, welche Rücklagen verfügbar bleiben sollen und aus welchen Vermögensbestandteilen spätere Ausgaben finanziert werden können. Dabei zählt nicht allein die erwartete Rendite: Auch Inflation und steuerliche Belastungen beeinflussen, welcher Betrag später tatsächlich zur Verfügung steht. Gleichzeitig braucht es ausreichende Risikopuffer, damit unvorhergesehene Ausgaben oder ungünstige Marktphasen nicht dazu zwingen, langfristige Anlagen zum falschen Zeitpunkt aufzulösen. So richtet sich die Geldanlage nicht nur danach, welche Renditechancen bestehen, sondern auch danach, welche Aufgaben das Vermögen in den kommenden Jahren erfüllen soll.

Kontrollierter Vermögensaufbau statt pauschaler Produktlösungen

Ist die Ausgangslage geklärt, geht es darum, das Vermögen entsprechend zu strukturieren. Katharina Dauenhauer arbeitet dafür unter anderem mit breit gestreuten ETFs, Aktien, Anleihen, Gold und weiteren Edelmetallen, ausgewählten Kryptowährungen sowie Liquiditätsreserven. Ihre Lebenssituation und Risikotoleranz bestimmen, welche Anlageklassen Sie einsetzen und wie stark Sie diese gewichten. Bei vielen Kundinnen nutzt sie beispielsweise einen Kern-Satelliten-Ansatz. Dabei bilden wenige breit gestreute ETFs den Kern Ihres Depots, während Sie gezielt kleinere Beimischungen ergänzen können.

„Entscheidend ist nicht, möglichst viele verschiedene Anlagen im Depot zu haben. Viel wichtiger ist es, dass jede Position eine klare Aufgabe erfüllt und zur Strategie der Anlegerin passt“, erklärt Katharina Dauenhauer. Dazu gehört auch, das Depot nicht bei jeder Marktbewegung wieder infrage zu stellen. Statt kurzfristig auf steigende oder fallende Kurse zu reagieren, lernen die Anlegerinnen, Schwankungen einzuordnen, zusätzliche Beträge nach einer festgelegten Struktur anzulegen und ihr Depot in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Auf diese Weise schaffen Sie eine Geldanlage, die nicht von spontanen Entscheidungen abhängt, sondern die Sie nach nachvollziehbaren Regeln steuern können.

Wenn aus vermeintlicher Sicherheit echte finanzielle Kontrolle wird

Finanzielle Sicherheit muss für Frauen ab 45 damit nicht bedeuten, größere Vermögenswerte möglichst unangetastet zu lassen. Entscheidend ist vielmehr, bewusst festzulegen, welche Aufgabe das vorhandene Geld erfüllen soll und die eigene Vermögensstruktur danach auszurichten. Wer versteht, warum bestimmte Beträge verfügbar bleiben, andere langfristig investiert werden und welche Risiken damit jeweils verbunden sind, gewinnt vor allem eines: die Möglichkeit, finanzielle Entscheidungen nicht länger aus Unsicherheit aufzuschieben, sondern auf einer nachvollziehbaren Grundlage zu treffen.

„Das Ziel ist nicht, Frauen zu möglichst riskanten Anlegerinnen zu machen. Sie sollen ihre finanziellen Entscheidungen verstehen und ihr Vermögen bewusst steuern können, statt Sicherheit nur daran zu messen, ob sich der Kontostand bewegt“, fasst Katharina Dauenhauer zusammen. Gerade darin liegt für sie der entscheidende Unterschied zwischen vermeintlicher und tatsächlicher Sicherheit. Nicht das vollständige Vermeiden von Schwankungen steht im Mittelpunkt, sondern eine Vermögensstruktur, deren Chancen und Risiken die Anlegerin kennt und deren Entscheidungen sie auch langfristig selbst nachvollziehen kann.

 

Sie möchten Ihr Vermögen nicht länger aus Unsicherheit unangetastet lassen, sondern eine Anlagestrategie entwickeln, die zu Ihrer Lebensphase und Ihren finanziellen Zielen passt?

Dann melden Sie sich jetzt bei Katharina Dauenhauer von der Dauenhauer Consulting GmbH und vereinbaren Sie einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch!

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