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Preiserhöhung ankündigen – wie sollte man auf Kunden zugehen?

In vielen Bereichen steigen die Kosten. Sei es durch die schnell fortschreitende Inflation, sei es durch die Verteuerung für Gas und Strom. Viele Unternehmer stehen daher vor der Frage, wie sie mit dieser Entwicklung umgehen sollen. 

Preiserhöhung ankündigen – wie sollte man auf Kunden zugehen?

Gerade für kleine Firmen und für Selbstständige dürfte eine Verteuerung des eigenen Angebotes bald schon alternativlos sein. Das ist an sich auch kein Problem und sollte auf das Verständnis der Kunden stoßen. Doch wie kommuniziert man einen Preisanstieg eigentlich richtig und wie kann man eine Preiserhöhung ankündigen?

Preiserhöhung ankündigen: Nur sinnvolle Preiserhöhungen umsetzen

Für den Unternehmer beginnt mit der Preiserhöhung ein Spagat, der existenzielle Auswirkungen haben kann. Geht es einerseits darum, durch diese Maßnahme höhere Umsätze zu erzeugen und die eigenen laufenden Kosten auszugleichen, so darf andererseits nicht das Risiko eingegangen werden, weite Teile des Kundenstamms durch die neue Preispolitik zu verlieren. Es ist daher empfehlenswert, mit viel Fingerspitzengefühl im eigenen Unternehmen zu definieren, welche Leistungen und Produkte verteuert werden müssen. Im Regelfall ist von diesem Schritt nicht die gesamte Angebotspalette betroffen. So muss man vorab auch nicht jeden Kunden darüber informieren und die Preiserhöhung ankündigen.

Relevante Preiserhöhungen werden kommuniziert

Viele Menschen bemerken etwa im Supermarkt eine Verteuerung der Lebensmittel und sonstigen Waren kaum einmal. Zumal hier aufgrund unterschiedlicher Faktoren ohnehin mit Schwankungen im Preis zu rechnen ist. Der Marktbetreiber wird daher verständlicherweise auf eine Ankündigung zur neuen Preispolitik verzichten. Sollte eine solche dennoch vorgenommen werden, handelt es sich dabei vielleicht um einen Hinweis auf der Webseite des Marktes, in den firmeneigenen Katalogen und Flyern oder um Aushänge im Laden selbst. Auch Selbstständige, die über einen großen Kundenkreis und ein breit aufgestelltes Angebot verfügen, sollten daher lediglich relevante Preiserhöhung ankündigen.

Ein kleiner Kundenstamm erfordert viel Verantwortung

Anders gestaltet sich die Ausgangslage bei Unternehmern, die ein relativ kleines Business führen und deren Kundenstamm überschaubar ist. Hier könnten Klienten es als Vertrauensbruch werten, wenn ohne weitere Ankündigung höhere Preise für bestimmte Produkte oder Leistungen anfallen. In solchen Fällen ist es ratsam, sich der Verantwortung zu stellen und rechtzeitig – etwa einen bis zwei Monate vorher – auf die angestrebte Verteuerung hinzuweisen und die Preiserhöhung anzukündigen. Hier bietet sich der persönliche Kontakt im Kundengespräch, durch das Versenden von Mails oder das Veröffentlichen von Beiträgen in den sozialen Netzwerken an.

Gute Gründe werden meist akzeptiert, wenn man eine Preiserhöhung ankündigen möchte

Allerdings sollte es dabei vermieden werden, die Preiserhöhung ohne weitere Argumente anzukündigen. Besser ist es, die dazu führende Situation zu schildern. Das ist in den gegenwärtigen Zeiten mithin kein Problem: Die voranschreitende Inflation, die steigenden Kosten für Gas und Strom, die Lieferschwierigkeiten für Waren und Rohstoffe oder die vollen Auftragsbücher in vielen Branchen erlauben es durchaus, die Preise für das eigene Angebot in einem vernünftigen Rahmen zu erhöhen. Die Erfahrungen beweisen zudem, dass viele Käufer und Klienten dafür auch Verständnis zeigen und dem Unternehmen weiterhin gerne die Treue halten.

Von günstigen Angeboten profitieren

Der ausreichende Abstand zwischen der Ankündigung und der Preiserhöhung selbst bietet den Kunden natürlich den Vorteil, Waren und Leistungen in diesem Zeitraum noch zu geringeren Kosten erwerben zu können. Auch darauf sollte in Mails, Gesprächen, Postings und Aushängen hingewiesen werden. Alles, wovon die Käufer und Klienten profitieren können, bewirbt man entsprechend lukrativ. Auch hierauf fällt die Resonanz im Regelfall positiv aus. In den ersten Tagen und Wochen können sich durchaus erhöhte Nachfragen und steigende Umsätze einstellen, die das mühelose Überstehen einer ersten Flaute nach der Preiserhöhung gewährleisten sollten.

Nicht am Service sparen

Ebenso darf ein weiterer Aspekt nicht fehlen, wenn man eine Preiserhöhung ankündigen möchte: Gemeint ist die Aussage, dass es bei der bisherigen Qualität für Leistungen und Produkte selbst nach dem Preisanstieg keinerlei Einschränkungen geben wird. Insbesondere der persönliche Austausch und die individuelle Beratung müssen auch in Zukunft gewährleistet bleiben. Denn die Verteuerung soll ja gerade dazu führen, dass man den Service für die Klienten nicht reduzieren muss. Sondern dass man ihn auf dem vorherigen Niveau fortsetzt. Es gilt, diesen Punkt in der Ankündigung hervorzuheben und so eine Flucht der Kunden zur Konkurrenz zu vermeiden.

Offenheit bei der Preiserhöhung ankündigen ist gerne gesehen

Gerade in kleineren Unternehmen spielt die Transparenz eine wichtige Rolle für die Kundenbindung. Hier sollte es daher zum guten Ton gehören, die Käufer und Klienten vorab auf die Verteuerung hinzuweisen. Selbst wenn damit zunächst zusätzliche Kosten und ein Mehraufwand für den Unternehmer verbunden sind, wird Offenheit hoch angerechnet, wenn man eine Preiserhöhung ankündigen möchte.

Geschrieben von

Samuel Altersberger ist Redakteur beim UnternehmerJournal. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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