Laptop, Internetzugang und ein paar freie Stunden nach Feierabend: Mehr scheint es in vielen Erfolgsgeschichten nicht zu brauchen, um sich online ein zusätzliches Einkommen aufzubauen. Dropshipping, Affiliate-Marketing, Content Creation oder Trading werden dabei als Geschäftsmodelle präsentiert, bei denen erste Einnahmen schnell erreichbar wirken. Gerade für Angestellte kann diese Erwartung jedoch teuer werden. Denn neben dem Hauptjob und privaten Verpflichtungen sind Zeit und finanzieller Spielraum begrenzt. Wie viel Wissen, Kapital und laufende Arbeit tatsächlich erforderlich sind, zeigt sich häufig erst nach dem Einstieg. „Das Problem ist, dass viele nach solchen Erfahrungen irgendwann gar nicht mehr zwischen unrealistischen Versprechen und seriösen Möglichkeiten unterscheiden. Dabei gibt es durchaus Wege, sich neben dem Beruf etwas aufzubauen. Man muss nur verstehen, worauf man sich einlässt“, erklärt Remote-Sales-Experte Marcel Scholz.
„Wer neben seinem Beruf online Geld verdienen möchte, sollte daher nicht nach dem Modell mit den größten Versprechen suchen, sondern nach einer Tätigkeit, die zu den eigenen Möglichkeiten passt“, so Marcel Scholz weiter.
Seit über fünf Jahren ist er im Bereich Remote Sales und Online-Business aktiv und führt auch heute regelmäßig selbst Verkaufsgespräche für digitale Unternehmen. Dadurch kennt er die Anforderungen des digitalen Vertriebs aus der täglichen Praxis und weiß, welche Vorstellungen vom Online-Geldverdienen mit der Realität wenig zu tun haben. Vor allem die oft vereinfachte Darstellung bekannter Geschäftsmodelle sieht er kritisch. Welche Schwierigkeiten hinter Dropshipping, Affiliate-Marketing und anderen bekannten Modellen stecken, woran Einsteiger realistische Angebote erkennen und warum Remote Sales für manche Angestellte eine Alternative sein kann, erklärt Marcel Scholz im Folgenden.
Dropshipping, Affiliate-Marketing und Trading: Der unterschätzte Aufwand
Viele bekannte Wege zum Online-Einkommen haben eines gemeinsam: Bevor damit regelmäßig Geld verdient werden kann, müssen zunächst mehrere Voraussetzungen geschaffen werden. Je nach Modell braucht es Reichweite, Werbebudget, technische Kenntnisse, Kapital oder einen funktionierenden Zugang zu potenziellen Kunden. Beim Dropshipping etwa reicht es nicht, Produkte in einen Onlineshop einzustellen. Einsteiger müssen geeignete Produkte und Lieferanten finden, Werbeanzeigen testen, den Kundenservice organisieren und mit teilweise geringen Margen kalkulieren. Affiliate-Marketing erspart zwar den Aufbau eines eigenen Produkts, setzt dafür aber meist Reichweite, eine E-Mail-Liste, bezahlte Werbung oder bereits vorhandenes Vertrauen bei einer Zielgruppe voraus.
Auch andere Modelle bringen ihre eigenen Einstiegshürden mit. Wer über YouTube, Instagram oder TikTok Einnahmen erzielen möchte, muss kontinuierlich Inhalte produzieren und über längere Zeit Reichweite und Vertrauen aufbauen. Freelancer-Angebote, digitale Kurse und Print-on-Demand-Geschäfte verlangen wiederum eigene Fähigkeiten, Kundenakquise oder funktionierende Vertriebswege. Besonders riskant können Trading, Kryptowährungen und NFTs sein, weil neben Marktverständnis und Erfahrung auch Kapital und eine entsprechende Risikobereitschaft erforderlich sind. Gleichzeitig verändern sich die Bedingungen laufend: Algorithmen ändern sich, Werbekosten steigen und Plattformen passen ihre Regeln an. Ein Modell, das vor einigen Jahren noch vergleichsweise einfach funktioniert hat, kann heute deutlich schwieriger oder teurer sein.
Für Angestellte kommt hinzu, dass sie den notwendigen Aufbau neben ihrem Hauptberuf bewältigen müssen und dafür oft nur wenige Stunden am Tag zur Verfügung haben. „Wer bereits 40 Stunden pro Woche arbeitet, kann nicht nebenbei noch ein komplettes Geschäftsmodell aufbauen und dauerhaft betreiben. Genau daran scheitert es häufig: nicht unbedingt an der Idee, sondern daran, dass sich der tatsächliche Aufwand im Alltag kaum bewältigen lässt“, erklärt Marcel Scholz.
Online Geld verdienen: Welches Modell passt überhaupt zum eigenen Alltag?
Bevor sich Einsteiger für ein bestimmtes Modell entscheiden, sollten sie deshalb zunächst klären, was sich neben ihrem Beruf überhaupt realistisch umsetzen lässt. Wie viele Stunden stehen jede Woche tatsächlich zur Verfügung? Wie lange kann ein Modell aufgebaut werden, bevor erste Einnahmen notwendig werden? Und wie viel Geld kann investiert werden, ohne dass daraus finanzieller Druck entsteht? Erst wenn diese Rahmenbedingungen feststehen, lässt sich sinnvoll beurteilen, welche Möglichkeiten überhaupt infrage kommen. Ein Geschäftsmodell kann schließlich grundsätzlich funktionieren und trotzdem die falsche Wahl für jemanden sein, der nur wenige Stunden pro Woche investieren kann.
Anschließend lohnt sich ein genauer Blick auf die Versprechen, mit denen ein Modell beworben wird. Marcel Scholz empfiehlt dabei zunächst zu prüfen, womit die Person tatsächlich ihr Geld verdient, die den jeweiligen Weg empfiehlt. Erzielt sie ihre Einnahmen noch mit dem beworbenen Geschäftsmodell oder inzwischen hauptsächlich mit dem Verkauf von Kursen darüber? Ebenso wichtig ist die Frage, wie aussagekräftig die gezeigten Ergebnisse sind. Einzelne Testimonials und außergewöhnliche Erfolgsgeschichten zeigen, was in bestimmten Fällen möglich war, aber nicht, was Einsteiger üblicherweise erwarten können.
„Wer wissen möchte, ob ein Modell wirklich funktioniert, sollte sich nicht nur die besten Erfolgsgeschichten ansehen. Entscheidend ist, welche Ergebnisse für jemanden realistisch sind, der ohne Erfahrung und mit begrenzter Zeit startet“, betont Marcel Scholz.
Zu einem realistischen Bild gehören schließlich auch die Kosten, die vor den ersten Einnahmen entstehen können. Werbung, Software, Tools, Plattformen oder Kurse können den notwendigen Einsatz deutlich erhöhen. Marcel Scholz rät deshalb dazu, solche Ausgaben von Anfang an einzukalkulieren und zusätzlich nach unabhängigen Fallbeispielen zu suchen. Erfahrungen von Menschen außerhalb der Anbieterwerbung oder aus dem eigenen Netzwerk können dabei helfen, Versprechen besser einzuordnen. So geht es bei der Auswahl nicht darum, das vermeintlich lukrativste Modell zu finden, sondern eines, dessen Zeitaufwand, Kosten und Anforderungen tatsächlich zur eigenen Situation passen.
Marcel Scholz: Warum der richtige Einstieg wichtiger ist als große Versprechen
Am Ende bleibt damit eine entscheidende Frage: Muss für ein zusätzliches Online-Einkommen tatsächlich ein komplettes eigenes Geschäftsmodell aufgebaut werden? Nicht unbedingt, sagt Marcel Scholz. Mit Remote Sales sieht er gerade für Angestellte und Quereinsteiger eine Möglichkeit, bei der der Ausgangspunkt ein anderer ist. Statt selbst ein Produkt zu entwickeln, Reichweite aufzubauen und Kunden zu gewinnen, arbeiten sie mit digitalen Unternehmen zusammen, bei denen Angebot und Interessenten bereits vorhanden sind. Ihre Aufgabe besteht darin, mit diesen Interessenten Gespräche zu führen, ihre Situation zu verstehen, Fragen und Einwände zu klären und gemeinsam herauszufinden, ob das jeweilige Angebot zu ihnen passt.
Damit konzentriert sich der Einstieg auf eine konkrete Fähigkeit: professionell Gespräche zu führen. Vorhandene Kommunikationsfähigkeiten aus Beruf und Alltag können dafür eine Grundlage bilden, ersetzen aber weder Training noch praktische Erfahrung. Auch Remote Sales verlangt deshalb Lernbereitschaft, Übung und Zuverlässigkeit. Für Marcel Scholz liegt genau darin der Unterschied zu vielen vermeintlich einfachen Wegen zum Online-Einkommen: Die Anforderungen sind von Beginn an klarer umrissen und Einsteiger können gezielt an den Fähigkeiten arbeiten, die sie für ihre Tätigkeit benötigen. „Wer seriös online Geld verdienen möchte, sollte nicht nach einem Modell suchen, das möglichst wenig Arbeit verspricht. Entscheidend ist, dass man versteht, was man lernen und leisten muss und dass genau das zum eigenen Alltag passt“, fasst Marcel Scholz zusammen.
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