Das sind die Ergebnisse der KfW-ifo-Kredithürde. Dafür wertet die KfW jedes Quartal Daten der Konjunkturumfragen des ifo-Instituts aus, differenziert nach Größenklassen und Wirtschaftsbereichen.
„Die Aussicht auf eine günstigere Wirtschaftslage führt sicherlich auch dazu, dass Banken bei Kreditverhandlungen positiver auf so manches Unternehmen blicken. Die Kreditbarrieren sind aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Für eine durchgreifenden Lockerung der Kreditvergabepolitik der Banken braucht es eine anhaltende Phase wirtschaftlichen Aufschwungs. KfW Research erwartet für kommendes Jahr 1,5 Prozent Wachstum, die Grundlagen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung sind da“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.
Die Entwicklung der Nachfrage nach Krediten war im dritten Quartal uneinheitlich. Der Anteil der Großunternehmen, die mit Banken über ein Darlehen sprachen, stieg um 3,1 Prozentpunkte auf 30,6 Prozent. Dagegen waren nur knapp 19 Prozent der kleinen und mittelgroßen Unternehmen an einer Kreditaufnahme interessiert. Das war ein leichtes Minus zum Vorquartal und der niedrigste Wert seit Sommer 2021.
„Bei den Mittelständlern gibt es einen anhaltenden Abwärtstrend bei der Nachfrage nach Bankkrediten. Als Hauptgrund geben die Unternehmen an, dass sie sich nicht verschulden wollen. Dabei spielt die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung eine Rolle. Aber auch die Alterung der Inhaber der Unternehmen und ungeklärte Nachfolgeregelungen halten von der Kreditaufnahme ab“, sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.
Die aktuelle KfW-ifo-Kredithürde ist abrufbar unter: KfW-ifo-Kredithürde
