Anzeige

Katrin Hoster & Merlin Faude: So packt das Fachzentrum für Wut & Aggression Aggressionsprobleme an der Wurzel

Katrin Hoster und Merlin Faude sind die Gründer des Fachzentrums für Wut & Aggression (Faude & Hoster GmbH) mit Sitz in Mannheim. Zum Fachteam gehören eine klinische Psychologin (M. Sc.) als fachliche Leitung, eine Ärztin (Dr. med.) mit langjähriger Psychiatrie-Erfahrung als wissenschaftliche und medizinische Beraterin sowie Psychologen, Pädagogen, Therapeuten und spezialisierte Anti-Aggressionstrainer; eine approbierte Psychotherapeutin begleitet die Arbeit fachlich. Ihr Online-Programm ist von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) geprüft und zugelassen.

Gemeinsam zeigen sie Menschen, wie sie ihre Wut und Aggressionen verstehen und kontrollieren lernen. Wichtig ist ihnen, dass Betroffene nicht lange warten müssen, sondern schnell Hilfe erhalten. Für Menschen mit Aggressionsproblemen steht oft viel auf dem Spiel. Die Zeit, auf einen Therapieplatz zu warten, haben sie zumeist nicht.

Ärger und Enttäuschung gehören ebenso zum Leben wie Glück, Freude und Zufriedenheit. Wie aber gehen Menschen heute mit Emotionen um, vor allem mit den negativen? Woran liegt es, dass Wutausbrüche immer häufiger und immer heftiger werden? „Studien aus den USA und Großbritannien zeigen: Acht Prozent der Menschen sagen von sich selbst, dass sie unter unkontrollierbarer Wut leiden, und zwanzig Prozent haben wegen ihrer Wut schon eine Beziehung oder Freundschaft beendet. Laut einer weltweiten Gallup-Umfrage erleben 22 Prozent regelmäßig starke Wut in ihrem Alltag. Das Schlimme daran ist, dass 87 Prozent der Betroffenen noch nie Hilfe gesucht haben“, berichten Katrin Hoster & Merlin Faude vom Fachzentrum für Wut & Aggression.

Gemeinsam mit ihrem Fachteam haben es sich die beiden zur Aufgabe gemacht, Menschen bei ihren Aggressionsproblemen zu unterstützen und ihnen so zu einem ausgeglicheneren Selbst und einem harmonischen Familienleben zu verhelfen. Im Programm des Fachzentrums erklären die Fachkräfte ihren Klienten, woher ihre Wut kommt und wie sie künftig respektloses, lautes und aggressives Auftreten in den Griff bekommen. Sie arbeiten gemeinsam daran, Auslöser für Aggressionen rechtzeitig zu erkennen und dauerhaft richtig damit umzugehen. Jede Hilfe ist diskret und basiert auf wissenschaftlich fundierten Methoden, auf die das Team spezialisiert ist.

Katrin Hoster & Merlin Faude vom Fachzentrum für Wut & Aggression bei uns im Interview!

Herzlich willkommen im UnternehmerJournal, Katrin Hoster & Merlin Faude! Sie helfen im Fachzentrum für Wut & Aggression Menschen, sich von Aggressionsproblemen zu lösen. Wer genau ist Ihre Zielgruppe?

Merlin Faude: Generell sind es psychisch gesunde Erwachsene mit Aggressionsproblemen, bei denen im Leben eigentlich alles funktioniert, nur der Umgang mit der Wut nicht. Unsere Klienten hatten in der Regel in den Tagen, bevor sie uns kontaktieren, einen heftigen Wutanfall und sind zu der Erkenntnis gekommen, dass sie Hilfe brauchen. Oft sind sie dabei ihre Partner und Kinder angegangen und möchten lernen, dieses Verhalten in Zukunft abzustellen. Der Kontakt erfolgt sehr zeitnah, oft direkt nach dem Wutanfall. In der Regel melden sich die Betroffenen selbst, manchmal wenden sich aber auch die Partner an uns. Der Großteil der Klienten vom Fachzentrum für Wut & Aggression ist im häuslichen Umfeld auffällig geworden. Genau darauf sind wir spezialisiert. Dazu kommen Wut im Job, im Straßenverkehr oder auf sich selbst. Zu uns kommen Männer und Frauen, die eines gemeinsam haben: Sie wollen etwas ändern.

Handelt es sich bei Ihrem Angebot um eine Langzeittherapie?

Katrin Hoster: Nein. Wir führen keine klassische Psychotherapie durch, und unsere Zusammenarbeit dauert nicht Jahre, sondern in der Regel einige Monate. Wie lange genau, hängt von der jeweiligen Situation ab.

„Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ist wichtig und ausschlaggebend für den Erfolg.“

Am schnellsten kommen die Menschen voran, die aus eigenem Antrieb zu uns kommen und bereit sind, auf ihr eigenes Verhalten zu schauen. Oft ist schon die Erkenntnis ein großer Schritt: Andere können mich provozieren, aber wie ich reagiere, liegt bei mir. Wichtig ist außerdem, sich Zeit zu nehmen: Mindestens zwei bis drei Stunden pro Woche sollte man einplanen.

„Viele haben schon andere Wege beschritten, aber ihr Problem nicht lösen können.“

Haben Betroffene bereits Hilfe in Anspruch genommen, bevor sie das Fachzentrum für Wut & Aggression kontaktieren?

Merlin Faude: Unsere Klienten können wir grob in zwei Typen einteilen. Die einen tragen eine latente Wut bereits seit Jahren in sich, es ist aber nie zu wirklich schlimmen Ausbrüchen gekommen. Diese Personen sind zuvor oft schon andere Wege gegangen, haben ein Anti-Aggressionstraining absolviert oder auch Psychotherapien gemacht. Auch mit Sport, Yoga und Meditation haben es viele versucht. Wenn es dann doch zum Knall kam, haben sie sich entschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen.

Die andere Kategorie hat ihr Verhalten in der Vergangenheit selbst oft gar nicht als Problem wahrgenommen und daher auch nie etwas dagegen unternommen. Bei ihnen ist es so, dass ein heftiger Vorfall sie direkt zu uns bringt.

Katrin Hoster & Merlin Faude über die Zusammenarbeit mit ihren Klienten

Wie sieht die Zusammenarbeit mit dem Fachzentrum für Wut & Aggression im Detail aus und wie gehen Sie vor?

Katrin Hoster: Die Menschen, die zu uns kommen, stehen oft unter großem Leidensdruck, weshalb wir meist die letzte Hoffnung sind. Zu Hause brennt da sprichwörtlich die Hütte. Immer wieder haben sie auch seitens ihrer Partner ein Ultimatum gestellt bekommen. Damit einher geht natürlich ein gewisser zeitlicher Druck. Sie brauchen schnelle Hilfe, weil viel auf dem Spiel steht. Deshalb vergehen vom Erstkontakt bis zur Zusammenarbeit in der Regel nur etwa sieben Tage, und unsere Arbeit ist sehr intensiv: Wir bieten bis zu 16 offene Online-Sprechstunden pro Woche an. Dort stellt man seine eigenen Fragen und lernt zugleich aus den Fällen der anderen Teilnehmer. Ergänzend gibt es bei Bedarf Einzelsitzungen.

Damit man auch zwischen den Terminen nicht allein dasteht, ist jeder Klient in einer privaten Chat-Gruppe mit in der Regel vier Fachkräften verbunden, ohne andere Teilnehmer, und bekommt dort meist innerhalb weniger Stunden eine Antwort. Sprechstunden und Chat stehen an allen sieben Tagen der Woche zur Verfügung, auch abends. Dazu kommt eine Mediathek mit Lernvideos, auf die man jederzeit zugreifen kann.

„Anders als bei einer Psychotherapie, in der Patienten zunächst sehr lange über sich erzählen, geht es bei uns darum, diesen Menschen einen schnellen Lerneffekt zu verschaffen, mit dem sie ihr eigenes Verhalten durchschauen und einordnen können.“

Im deutschen Schulsystem gibt es keinen Lehrstoff, der uns über unsere Verhaltensweisen und Denkmuster aufklärt oder Deeskalationswege aufzeigt. An den Universitäten gibt es keine „Wut-Vorlesungen“, und auch „Emotionsregulation“ steht nirgends auf dem Stundenplan. Es fehlt also ganz einfach das Hintergrundwissen, um sich selbst reflektieren zu können. Dieses Wissen vermitteln wir unseren Klienten vom Fachzentrum für Wut & Aggression. Dabei arbeiten wir mit Techniken aus der kognitiven Verhaltenstherapie, der rational-emotiven Verhaltenstherapie und der dialektisch-behavioralen Therapie, also mit Verfahren, die seit Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht werden. Auf esoterische Methoden verzichten wir bewusst.

Unser Ziel ist ganz klar nicht die Symptombehandlung. Oft hören Betroffene Ratschläge wie, man solle die Wut herausschreien oder sich einen Boxsack besorgen. Das mag gut gemeint sein, ist jedoch keineswegs zielführend. Wir packen die Probleme an der Wurzel. Es geht darum, Verhaltensmuster zu erkennen und sie so dauerhaft zu ändern.

Fachzentrum für Wut & Aggression: Die Probleme müssen an der Wurzel gepackt werden

Wo genau wurzeln denn die Probleme Ihrer Klienten? Kann man das an irgendetwas festmachen?

Merlin Faude: Das ist tatsächlich sehr unterschiedlich. Das fängt schon bei der frühkindlichen Erziehung an. Es gibt Menschen, die hatten das Glück, von ihren Eltern den richtigen Umgang mit Aggressionen zu erlernen, andere eben nicht. Im Guten wie im Schlechten zieht sich erlerntes Verhalten durch Generationen hindurch. Wenn negative Muster nicht professionell aufgelöst werden, haben unter dem Verhalten des Urgroßvaters vielleicht noch die Urenkel und deren Partner zu leiden.

Aussagen wie „Ich wollte nie so werden wie meine Mutter und jetzt bin ich ganz genauso“ oder „Ich wollte meine Kinder nie so behandeln, wie mein Vater mich behandelt hat, und mache es nun doch“ hat sicher jeder schon mal gehört. Aber auch aus vorangegangenen toxischen Partnerschaften schleppen viele Menschen alte Verhaltensmuster in neue Beziehungen. Hinzu kommt, dass sich viele im Beruf derart belasten, dass sie an den Wochenenden, die sie eigentlich zur Erholung bräuchten, von Kindern und Partnern völlig überfordert sind und regelrecht ausrasten, wenn sie auch dann wieder beansprucht werden.

Diese Hintergründe decken wir auf und setzen genau dort an. Die Ursachen liegen oft in Bereichen wie Erziehung, Beziehung, Kommunikation, Selbstwert, Stress, Gesundheit oder belastenden Erinnerungen. Für diese Bereiche haben wir Fachleute im Team. Geht es um Beziehungen und Partnerschaft, arbeiten wir zum Beispiel mit einer Paar- und Sexualtherapeutin. Geht es um Erziehung und die Wut auf die eigenen Kinder, begleitet unsere fachliche Leitung, eine klinische Psychologin mit Schwerpunkt Kinder und Jugendliche, die zugleich ausgebildete Erzieherin ist. Und für Kommunikation und Stress haben wir eine Kommunikationstrainerin an Bord. So kann jeder Klient von der Fachkraft begleitet werden, die zu seiner Situation passt.

Wir analysieren dabei, welche Erwartungen an das Umfeld und die eigene Person bestehen, betrachten das eigene Mindset, das eskalierend oder deeskalierend sein kann, und nehmen die Aufarbeitung der Vergangenheit in den Fokus.

„Wut wird dann gefährlich, wenn sie den Wütenden im Griff hat und er sie nicht mehr kontrollieren kann.“

Wie sehen die ersten Schritte Ihrer Zusammenarbeit mit den Betroffenen aus?

Katrin Hoster: Am Anfang steht ein kostenloses Erstgespräch, in dem wir die Situation genau analysieren und prüfen, ob und in welchem Rahmen wir helfen können. Danach erstellen wir einen Notfallplan, der schon ab der ersten Woche verhindern soll, dass es zu weiteren Wutanfällen kommt. Im nächsten Schritt erklären wir das Grundprinzip der Wut. Danach starten wir mit entsprechenden Übungen und Techniken durch.

Dabei ist es uns sehr wichtig, zu erklären, dass Wut erst einmal eine ganz natürliche Reaktion auf etwas ist. Wer sich beispielsweise immer wieder über das Zuspätkommen eines Bekannten ärgert, wird zu Recht sauer und macht damit darauf aufmerksam, dass er Respektlosigkeit nicht hinnimmt. Das ist Selbstachtung und verhindert grenzüberschreitendes Benehmen anderer. Wut an sich kann also auch ein gutes Feedback-Mittel sein.

Wir wollen unseren Klienten daher näherbringen, dass Wut nicht als etwas ausschließlich Schlechtes zu betrachten ist. Es geht darum, den Grat zwischen angemessener Wut und Überreaktion zu erkennen und dort die Spitzen herauszunehmen. Unsere Arbeit ist immer auch ein Kommunikationstraining, denn bei manchen Menschen ist mangelnde Kommunikationsfähigkeit eine der zentralen Ursachen für ihr Wutproblem.

Katrin Hoster & Merlin Faude: verschiedene Auslöser, ähnlicher Umgang

Sind Ihre Methoden immer individuell auf den Klienten ausgerichtet?

Merlin Faude: Wir schauen zunächst, welcher Faktor den größten Raum in Bezug auf das Wutproblem einnimmt: die Erwartungen an das Umfeld und sich selbst, das eigene Mindset oder die Bewältigung vergangener Erlebnisse. Darauf gehen wir dann ganz gezielt ein. Je nach Fall arbeiten dabei unterschiedliche Fachkräfte mit den Klienten. Es können auch mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle spielen. Dann gibt es Prioritätenlisten, und der schlimmste Wut-Auslöser wird vorrangig behandelt. Aber auch bei Faktoren, die anfangs eher nebensächlich erscheinen, kann am Ende noch einiges herausgeholt werden.

Generell ist es wichtig, alle Aspekte zu beleuchten. Die Gewichtung ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Mit dieser Vorgehensweise bekommen wir die Menschen ziemlich schnell aus der Gefahrenzone und sorgen für langfristige Ergebnisse.

Der Erfolg des Fachzentrums für Wut & Aggression spricht für sich

Sind Sie bei Ihrer Arbeit schon einmal mit Vorurteilen oder Bedenken konfrontiert worden?

Katrin Hoster: Ja, die gibt es gelegentlich. Wir führen keine Psychotherapie im klassischen Sinne durch und behandeln keine psychischen Erkrankungen. Das verwechseln Interessenten immer mal wieder. Steht eine psychische Erkrankung oder eine Sucht im Vordergrund, ist eine psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung der richtige Weg, und das sagen wir dann auch ganz klar. Für alle anderen sind wir mit unserem Fachteam der richtige Ansprechpartner.

Merlin Faude: Oft werden wir auch gefragt, ob so etwas online überhaupt funktionieren kann. Unsere Erfahrung ist: häufig sogar besser als vor Ort. Statt einer Sitzung alle ein bis zwei Wochen gibt es bei uns jeden Tag Sprechstunden, also Hilfe genau dann, wenn es brennt. Die Lernvideos kann man so oft wiederholen, wie man möchte, auch beim Pendeln oder Spazierengehen, und der Zugang bleibt nach dem Programm erhalten. Viele Klienten sind außerdem überrascht, wie persönlich die Beziehung zu uns trotz der Entfernung wird. Sie hätten nie gedacht, dass Gefühle über den Bildschirm genauso ankommen, als säße man zusammen in einem Raum, und dass sie mit einem Online-Programm so weit kommen.

„Letztendlich sprechen unsere Referenzen für sich. Die Rückmeldungen, die wir erhalten, sind ebenso bewegend wie ermutigend.“

Wenn Menschen uns erzählen, dass sie durch unsere Hilfe die Liebe ihres Lebens retten konnten, dann ist das auch für uns ein schönes Zeichen und eine Bestätigung dafür, wie wichtig unsere Arbeit ist. In einer Befragung zu Beginn und nach fünf Monaten berichten unsere Teilnehmer im Schnitt von einer Reduktion der Häufigkeit ihrer Wutausbrüche um 80 bis 90 Prozent und der Intensität um 60 bis 70 Prozent. Garantieren können wir Ergebnisse natürlich nicht, das wäre unseriös. Aber über 90 Prozent unserer Klienten schließen die Zusammenarbeit vollständig mit uns ab. Das spiegelt sich auch in den Bewertungen wider: Bei Google und Trustpilot haben wir jeweils 4,9 Sterne.

Katrin Hoster & Merlin Faude: Darauf sollte bei der Wahl eines Anbieters geachtet werden

Wie können Klienten schwarze Schafe in dieser Branche erkennen?

Katrin Hoster: Vorsicht ist immer dann geboten, wenn Hilfe wie in einem Bauchladen-System angeboten wird. Wer behauptet, alles zu können, kann letztendlich nichts wirklich richtig. Spezialist zu sein bedeutet, sich auf ein Spezialgebiet zu konzentrieren, auf dem man dann wirklich kompetent ist. Bei uns ist es das Thema Wut & Aggression, und selbst da gibt es ein enorm breites Spektrum an unterschiedlichsten Fällen. Weil die Ursachen von Wut in ganz verschiedenen Bereichen liegen, von der Erziehung über die Partnerschaft bis zum Stress im Job, arbeiten bei uns Spezialisten aus mehreren Fachrichtungen gemeinsam an diesem einen Problem. Wer dagegen meint, die Lösung für 15 verschiedene Probleme liefern zu können, ist schlicht unseriös.

Manchmal hört man auch, die Behandlung müsse furchtbar lange dauern, bevor Ergebnisse sichtbar werden. Das entspricht nicht unseren Erfahrungen: Wir haben inzwischen mit über 4.000 Menschen an ihrem Wutproblem gearbeitet, und in der Regel sind es einige Monate, nicht Jahre. Woran man Seriosität erkennt: an nachprüfbaren Bewertungen und Erfahrungsberichten, an einem klaren, wissenschaftlich fundierten Konzept und an Ehrlichkeit darüber, wann man nicht der richtige Ansprechpartner ist. Ein weiteres gutes Zeichen ist, ob Medien jemanden als Experten anfragen. Journalisten recherchieren sehr genau, bevor sie jemanden um Rat fragen. Uns haben zum Beispiel schon die Süddeutsche Zeitung, das ZDF, der Deutschlandfunk und die NZZ zum Thema Wut befragt.

„Unsere Arbeit basiert auf eigenen Erfahrungen und einem wissenschaftlichen Fundament.“

Woher stammt Ihre Expertise?

Merlin Faude: Ich habe Medizin in München und Heidelberg studiert und hatte selbst in jungen Jahren ein Wutproblem, in der Familie, im Sport und in der Beziehung. Mit der Thematik bin ich also sehr gut vertraut. Ich bin damit aber konstruktiv umgegangen und habe früh nach Lösungen gesucht. Gute Literatur war nicht zu bekommen, unbürokratische Hilfe auch nicht. Da im deutschsprachigen Raum niemand spezialisiert war, habe ich mich im Ausland umgesehen und mich dort bei erfahrenen Praktikern für schwierige Veränderungsprozesse weitergebildet, unter anderem in Norwegen und den USA. Aus den verschiedenen Ansätzen habe ich die gewählt, die wirklich funktionierten, und daraus ein erstes eigenes Konzept entwickelt.

Nach meinem Studium wollte ich keinen klassischen Arztberuf ergreifen, bei dem es in vielen Fällen nicht um Prävention, sondern um Symptombehandlung geht. Also machte ich mich in diesem Bereich selbstständig und arbeitete als Trainer für Wut & Aggression, zunächst in Einzelsitzungen vor Ort in Mannheim. Die Resonanz war positiv und der Bedarf groß, aber es zeigte sich auch schnell, wo die Grenzen liegen, wenn man ausschließlich in Einzelsitzungen arbeitet.

Katrin Hoster: Ich war zu der Zeit bereits seit vielen Jahren als Coach tätig, allerdings im Bereich Partnerschaft und Familie. Merlin und ich sind gut befreundet, und ich habe früh gesehen, wie sein Konzept wirkt. Ich kannte beide Seiten der Wut: die eigene, die entsteht, wenn man zu wenig Grenzen setzt und die Selbstfürsorge zu kurz kommt, und die Perspektive der Partnerin eines Menschen, der regelmäßig wütend wird. Diese zwei Erfahrungswelten ergänzten sich. 2018 haben wir dann gemeinsam in Mannheim gegründet und uns komplett auf das Thema Wut & Aggression spezialisiert, damals noch unter dem Namen „Die Wut Coaches“.

Je mehr Menschen wir begleitet haben, desto klarer wurde: Wut ist ein vielschichtiges Problem. Wer nur an Symptomen arbeitet, greift zu kurz. Deshalb haben wir unser Fachteam Schritt für Schritt ausgebaut. Schon 2022 kam unsere Ärztin, die jahrelang auf psychiatrischen Stationen gearbeitet hat, als wissenschaftliche und medizinische Beraterin dazu. Ab 2023 folgten weitere Spezialisten, und eine klinische Psychologin übernahm die fachliche Leitung. Die beiden prüfen unsere Techniken und Programme auf ihre wissenschaftliche Grundlage. Das ist auch wichtig, wenn wir es mit Menschen in akuten Krisen zu tun haben: Wir können solche Menschen sofort auffangen und verweisen bei Bedarf an die psychiatrische Versorgung. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und nehmen sie sehr ernst.

So haben wir uns nach und nach zu einem interdisziplinären Fachzentrum für Wut & Aggression entwickelt: einem Zentrum, in dem Fachkräfte verschiedener Disziplinen gemeinsam an einem Problem arbeiten.

Merlin Faude: Dazu kommt, dass die meisten, die bei uns im Team arbeiten, verschiedene Arten von Wut aus ihrem eigenen Leben kennen und gelernt haben, wie man mit der Wut umgehen kann. So verbinden wir eigene Erfahrung mit fundiertem Spezialwissen.

Katrin Hoster & Merlin Faude: Mit digitalem Arbeiten können mehr Menschen erreicht werden

Wo genau bieten Sie Ihr Angebot an? Handelt es sich um ein Angebot bei Ihnen vor Ort in Mannheim oder ein Online-Angebot?

Merlin Faude: Wir waren zunächst nur in Mannheim unterwegs, haben aber schnell gemerkt, dass wir mit Online-Formaten viel mehr Menschen erreichen können. Über das Internet haben uns immer mehr Menschen aus dem deutschsprachigen Raum angesprochen. Seit 2020 arbeiten wir deshalb vollständig online, mit Klienten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das spart Zeit und macht flexibel: Jeder arbeitet dann an seinem Thema, wenn es in seinen Alltag passt, ob frühmorgens, in der Mittagspause oder abends, wenn die Kinder schlafen. So funktioniert es auch mit Schichtdienst, vollem Terminkalender oder vielen Reisen.

Dazu passt ein Punkt, der uns wichtig ist: Alles bleibt diskret. Weil wir keine Diagnosen stellen und nicht über die Krankenkasse abrechnen unsere Klienten zahlen selbst, entsteht kein Eintrag in eine Krankenakte. Das ist vielen wichtig, denn eine psychische Diagnose kann später zum Beispiel beim Abschluss einer privaten Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung oder bei einer Verbeamtung zum Nachteil werden. An den Sprechstunden kann man auf Wunsch unter Pseudonym und ohne Kamera teilnehmen.

Ein Blick in die Zukunft: Hier geht es für das Fachzentrum für Wut & Aggression hin

Wohin wird sich der Trend in naher Zukunft entwickeln, was Angebote wie Ihres betrifft? Haben Sie eine Mission?

Katrin Hoster: Die vergangenen Jahre waren von Krisen geprägt, und Krisen sorgen für Angst und Stress. Genau das sind Wutverstärker. Auch unabhängig davon wird uns das Thema Wut in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stark in Anspruch nehmen. Trennungen, veränderte Lebensumstände und Altlasten aus der Vergangenheit sind ja nach wie vor da.

Es wäre schön zu sehen, dass das, was wir im Fachzentrum für Wut & Aggression machen, zum Standard wird. So kann Menschen in akuten Krisen schnell, unbürokratisch und ortsunabhängig geholfen werden, in genau dem Tempo und mit der individuellen Betreuung, die sie brauchen.

Es ist uns nicht zuletzt ein Anliegen, zu zeigen, dass Menschen mit Aggressionsproblemen nicht automatisch schlechte Menschen sind. Oft haben genau diese Personen sehr hohe moralische Grundsätze und ein starkes Gerechtigkeitsgefühl. Ihre Ansprüche an sich selbst und ihre Umgebung sind so hoch, dass sie mit enttäuschten Erwartungen nur sehr schlecht fertig werden. Ihr Leidensdruck ist nicht geringer als der anderer Menschen.

Unser Ansatz ist, im großen Rahmen den Teufelskreis zu durchbrechen, bei dem Probleme über Generationen weitergegeben werden. Im Kleinen müssen unsere Klienten das Vertrauen in sich selbst und ihre Beziehungsfähigkeit zurückgewinnen. Das ist unsere Mission.

Sie leiden darunter, Ihre Wut und Aggressionen nicht kontrollieren zu können, und suchen die richtige Strategie?
Dann melden Sie sich beim Fachzentrum für Wut & Aggression (Faude & Hoster GmbH) und vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Hier klicken, um zur Webseite von Katrin Hoster und Merlin Faude zu gelangen.

Klicke, um zu kommentieren

Weitere Beiträge:

Anzeige

Überall im Internet sieht man Werbung von Loft Film, auf Google sind mehr als 500 positive Bewertungen zu finden, und die Loft Film Webseite...

Anzeige

Stephan Rodig und Sebastian Jund sind Experten für nebenberufliche Fortbildung sowie Gründer und Geschäftsführer der Bildungsfabrik Coaching GmbH, einer digitalen Meisterschule für Industriemeister. Anders...

Anzeige

Bereits im Alter von elf Jahren hat Felix Werner seine ersten Webseiten programmiert. Heute ist er der Gründer und Geschäftsführer seines Unternehmens Landeseiten.de. Seine...

Anzeige

Jan Bahmann ist Abnehmcoach und unterstützt gemeinsam mit seinem Team Kundinnen dabei, ohne Zwänge oder Verzicht ihr Wohlfühlgewicht zu erreichen und dieses auch langfristig...


Copyright © 2023 - Unternehmerjournal wird herausgegeben von der DCF Verlag GmbH

Impressum | Datenschutz

Die mobile Version verlassen