Für viele Unternehmer findet die Steuerberatung vor allem im Rückblick statt. Besprochen wird, was bereits passiert ist, während anstehende geschäftliche Entscheidungen häufig erst dann steuerlich bewertet werden, wenn sie kaum noch beeinflusst werden können. Gerade bei Investitionen, Verkäufen, Umwandlungen oder Beteiligungsänderungen kann das zum Problem werden: Sind Verträge bereits unterschrieben oder Maßnahmen umgesetzt, lassen sich mögliche Gestaltungsoptionen im Nachhinein häufig nicht mehr nutzen. Ohne regelmäßigen Austausch sammeln sich zudem offene Fragen über Monate an und kommen mitunter erst auf den Tisch, wenn bereits Zeitdruck besteht. „Steuerberatung kann ihren größten Mehrwert nur dann entfalten, wenn sie vor einer wichtigen Entscheidung stattfindet. Ist ein Vertrag erst unterschrieben, können wir zwar noch die steuerlichen Folgen begleiten – viele Gestaltungsmöglichkeiten sind dann aber bereits vom Tisch“, erklärt Marcel Bailänder, Steuerberater, Diplom-Finanzwirt und Inhaber der Steuerkanzlei Bailänder in Landshut.
„Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, was steuerlich möglich ist, sondern ob eine Gestaltung auch zu dem passt, was der Unternehmer in den nächsten Jahren erreichen will. Ein kurzfristiger Vorteil bringt wenig, wenn er später andere unternehmerische Ziele erschwert“, erklärt Marcel Bailänder weiter. Diese Haltung ist auch durch seinen beruflichen Werdegang geprägt. Sein duales Studium absolvierte der Diplom-Finanzwirt bei der Finanzverwaltung. Anschließend sammelte er Erfahrungen in verschiedenen Steuerkanzleien, in einem Industrieunternehmen und mehrere Jahre bei KPMG. Dabei betreute er unter anderem große Immobilienfonds, Solarparks, Flughäfen und weitere umfangreiche Unternehmensmandate. Nach rund zwölf Jahren Berufserfahrung übernahm Marcel Bailänder 2020 eine bestehende Kanzlei in Landshut und entwickelte sie organisatorisch und technisch weiter. Dabei entstand bewusst ein Beratungsansatz, der über die Verwaltung abgeschlossener Vorgänge hinausgeht: Die Steuerkanzlei Bailänder setzt auf regelmäßigen persönlichen Austausch, langfristige Planung und eine steuerliche Begleitung, die sich an der tatsächlichen Entwicklung des Unternehmens orientiert.
Feste Strategiegespräche statt Beratung unter Zeitdruck
Damit steuerliche Fragen nicht monatelang liegen bleiben oder erst unter Zeitdruck auf den Tisch kommen, lädt Marcel Bailänder seine Mandanten zweimal im Jahr zu fest eingeplanten und vorbereiteten Beratungsgesprächen ein. Der erste Termin findet üblicherweise im Frühjahr statt. Neben dem Rückblick auf das abgeschlossene Geschäftsjahr geht es bereits um die Entwicklung der ersten Monate des laufenden Jahres: Welche Punkte aus dem vergangenen Gespräch wurden umgesetzt? Wo besteht noch Handlungsbedarf? Und welche Investitionen, Veränderungen oder anderen steuerlich relevanten Entscheidungen stehen an? Weil der Termin frühzeitig feststeht, können auch die Mandanten ihre Fragen und anstehenden Themen sammeln. Marcel Bailänder wiederum bereitet sich anhand der jeweiligen Situation vor und prüft, welche steuerlichen Möglichkeiten konkret infrage kommen. So entsteht aus dem Rückblick eine Grundlage für die Entscheidungen, die im laufenden Jahr noch beeinflusst werden können.
Im Herbst folgt das zweite Gespräch, in dem geprüft wird, wie sich das Jahr tatsächlich entwickelt hat, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden und wo vor dem Jahresende noch reagiert werden sollte. Gerade zu diesem Zeitpunkt können sich beispielsweise absehbare Steuerbelastungen konkretisieren, auf die sich Unternehmer dadurch früher einstellen können. Gleichzeitig bleibt noch Zeit, sinnvolle Maßnahmen zu prüfen, statt erst nach Ablauf des Jahres festzustellen, was möglich gewesen wäre. „Der regelmäßige Austausch ist für mich einer der einfachsten Wege, um Missverständnisse, Zeitdruck und unnötige steuerliche Probleme von vornherein zu vermeiden. Entscheidend ist, dass wir über relevante Themen sprechen, solange noch Handlungsspielraum besteht“, sagt Marcel Bailänder.
Langfristige Steuerstrategie statt kurzfristiger Optimierung
Diese regelmäßigen Gespräche schaffen den nötigen Handlungsspielraum für eine vorausschauende Steuerplanung. Denn eine steuerlich attraktive Lösung ist nicht automatisch auch unternehmerisch die richtige. Deshalb betrachtet Marcel Bailänder einzelne Gestaltungen immer im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung des Unternehmens. Eine kurzfristige Steuerersparnis kann beispielsweise wenig sinnvoll sein, wenn sie spätere Finanzierungen erschwert, geplanten Investitionen im Weg steht oder eine zukünftige Nachfolge komplizierter macht. Neben den Unternehmenszahlen fließen deshalb auch die persönlichen Verhältnisse des Unternehmers und seine längerfristigen Ziele in die Prüfung ein. Pauschale Steuersparmodelle lehnt Marcel Bailänder entsprechend ab: Welche Gestaltung sinnvoll ist, entscheidet sich am konkreten Einzelfall und an der jeweils geltenden Rechtslage.
„Gute Steuerberatung fragt nicht nur, wie sich heute Steuern sparen lassen, sondern welche Entscheidung dem Unternehmen langfristig wirklich hilft“, betont Marcel Bailänder. Dieser Anspruch setzt der steuerlichen Optimierung bewusst Grenzen: Verspricht ein Modell zwar kurzfristig hohe Einsparungen, ist fachlich oder rechtlich aber nicht belastbar, kommt es für die Steuerkanzlei Bailänder nicht infrage. Ziel ist vielmehr eine Gestaltung, die zum Unternehmen und seinen weiteren Plänen passt und auch in den kommenden Jahren Bestand haben kann.
Externe Spezialisten als gezielte Ergänzung bei komplexen Themen
Dieser Anspruch an fachlich belastbare Lösungen bedeutet für Marcel Bailänder auch, die Grenzen der eigenen Spezialisierung klar zu erkennen. Bei komplexen Sachverhalten arbeitet er deshalb gezielt mit externen Fachleuten zusammen, die sich regelmäßig mit dem jeweiligen Themengebiet beschäftigen. Je nach Fall können das beispielsweise Spezialisten für Umwandlungen, Wegzugsbesteuerung oder Umsatzsteuer sein. Marcel Bailänder koordiniert die Zusammenarbeit, ordnet die Ergebnisse für den jeweiligen Fall ein und bleibt dabei zentraler Ansprechpartner für den Unternehmer. Bei besonders weitreichenden Entscheidungen können zudem mehrere fachliche Einschätzungen eingeholt werden.
Welchen Unterschied zusätzliche Expertise machen kann, zeigte sich bei einem Unternehmer, der Marcel Bailänder mit der Überprüfung einer Empfehlung seines bisherigen Steuerberaters und der Suche nach einer Alternative beauftragte. Gemeinsam mit einem externen Spezialisten entwickelte er einen anderen Lösungsweg, der nach damaliger Berechnung zu einer Steuerersparnis von rund einer Million Euro führte. „Das Ergebnis ist stark vom konkreten Einzelfall abhängig und lässt sich weder übertragen noch für andere Mandate garantieren“, erklärt Marcel Bailänder. „Gerade bei großen Entscheidungen kann eine qualifizierte Zweitmeinung jedoch Möglichkeiten sichtbar machen, die zuvor nicht berücksichtigt wurden.“
Steuerkanzlei Bailänder: Eigene IT-Kompetenz für reibungslose digitale Abläufe
Moderne Steuerberatung besteht längst nicht mehr nur aus Zahlen und Paragrafen. Damit aktuelle Unternehmensdaten zuverlässig für Beratung und Auswertungen genutzt werden können, müssen sie zwischen Unternehmen und Kanzlei reibungslos übertragen werden – auch wenn unterschiedliche Softwaresysteme im Einsatz sind. Gerade in der laufenden Zusammenarbeit können technische Schnittstellen sonst schnell zum Hindernis werden.
Weil externe IT-Dienstleister aus Sicht von Marcel Bailänder nicht immer schnell genug auf solche Herausforderungen reagieren konnten, hat er eine eigene IT-Einheit mit zwei Mitarbeitern aufgebaut. Diese unterstützt sowohl das Kanzleiteam als auch bei Bedarf die Mandanten – etwa wenn Daten aus einer Unternehmenssoftware nicht ohne Weiteres in die Systeme der Kanzlei übertragen werden können. Besonders relevant ist das für Unternehmer, die ihre laufende Buchhaltung selbst erledigen und die Daten anschließend für Beratung und Jahresabschluss bereitstellen. „Eine steuerliche Auswertung darf aus meiner Sicht nicht daran scheitern, dass zwei Softwaresysteme nicht miteinander kommunizieren“, sagt Marcel Bailänder. Die eigene IT-Kompetenz soll deshalb dafür sorgen, technische Probleme direkter lösen und digitale Abläufe zwischen Kanzlei und Mandanten verlässlicher gestalten zu können.
Eine persönliche Beratung verlangt auch den passenden Mandanten
Der Beratungsansatz der Steuerkanzlei Bailänder setzt auch auf Mandantenseite Struktur und Mitwirkungsbereitschaft voraus. Deshalb richtet sich die Kanzlei gezielt an Unternehmer, die ihre betriebswirtschaftlichen Zahlen ernst nehmen, Unterlagen zuverlässig aufbereiten, relevante Entscheidungen frühzeitig kommunizieren und gemeinsam erarbeitete Empfehlungen konsequent umsetzen. Wer hingegen ausschließlich eine möglichst günstige Abwicklung sucht oder dauerhaft ohne klare Prozesse arbeitet, wird mit diesem Beratungsansatz kaum die passende Lösung finden.
Für Marcel Bailänder ist die proaktive Steuerberatung deshalb keine Leistung, die allein von der Kanzlei ausgehen kann. Sie funktioniert nur dann, wenn beide Seiten regelmäßig Informationen austauschen und wichtige Entwicklungen offen ansprechen. Die Kanzlei schafft dafür die fachlichen und organisatorischen Voraussetzungen, während der Unternehmer relevante Informationen rechtzeitig einbringen muss. Genau diese Zusammenarbeit entscheidet letztlich darüber, ob Steuerberatung lediglich auf bereits Geschehenes reagiert oder unternehmerische Entscheidungen tatsächlich begleiten kann. „Wir wollen nicht erst erklären, was steuerlich passiert ist, sondern gemeinsam früh genug darüber sprechen, was als Nächstes passieren soll“, so Marcel Bailänder abschließend.