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Nils Bischopink: Von der Recruiting-Idee zum Geschäftsmodell für den Mittelstand

Unbesetzte Stellen, überlastete Teams und Aufträge, die abgelehnt werden müssen: Der Fachkräftemangel bringt viele mittelständische Unternehmen an ihre Wachstumsgrenzen. Nils Bischopink hat es sich zur Aufgabe gemacht, Arbeitgeber und qualifizierte Fachkräfte auf neuen Wegen zusammenzubringen. Doch wie wurde aus seinen ersten Erfahrungen im digitalen Marketing ein erfolgreiches Recruiting-Geschäftsmodell – und was macht seinen Ansatz besonders?

Neue Kunden, steigende Nachfrage und volle Auftragsbücher – eigentlich beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Doch vielen mittelständischen Unternehmen fehlen die Mitarbeiter, um diese Chancen tatsächlich zu nutzen. Wichtige Stellen bleiben über Monate unbesetzt, obwohl die Betriebe attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Klassische Stellenanzeigen liefern kaum geeignete Bewerbungen, persönliche Empfehlungen bleiben aus und auch Personalvermittler führen nicht immer zum gewünschten Ergebnis. Die Folgen sind im gesamten Unternehmen spürbar: Bestehende Teams müssen zusätzliche Aufgaben übernehmen, Geschäftsführer springen selbst im Tagesgeschäft ein und neue Aufträge können mitunter nicht angenommen werden. „Wenn ein Geschäftsführer Aufträge ablehnen muss, weil ihm die passenden Mitarbeiter fehlen, wird aus einem Personalproblem schnell ein wirtschaftliches Problem. Und je länger die Stellen unbesetzt bleiben, desto schwieriger wird es, den Betrieb weiterzuentwickeln“, erklärt Recruiting-Experte Nils Bischopink von Clickresult.

„Umso wichtiger ist es für mittelständische Unternehmen, ihre Mitarbeitergewinnung neu auszurichten und qualifizierte Fachkräfte auch abseits klassischer Stellenanzeigen gezielt anzusprechen“, so Nils Bischopink weiter.

Mit der Frage, wie sich Menschen über digitale Kanäle erreichen und für bestimmte Angebote begeistern lassen, beschäftigt sich der Unternehmer bereits seit seiner Jugend. Was mit ersten Facebook-Kampagnen im Alter von ungefähr 15 Jahren begann, entwickelte sich später zu einer Spezialisierung auf die Mitarbeitergewinnung. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Finn Darlington, der Erfahrung aus der klassischen Personalberatung mitbrachte, verband er digitales Marketing mit einem strukturierten Recruiting-Prozess. Daraus entstand Clickresult, ein Unternehmen, das kleine und mittelständische Arbeitgeber im deutschsprachigen Raum bei der Besetzung offener Stellen unterstützt.

Nils Bischopink: Vom digitalen Marketing zur Mitarbeitergewinnung

Dass sich digitales Marketing auch für die Mitarbeitergewinnung einsetzen lässt, erscheint heute naheliegend. Doch wie daraus ein funktionierendes Recruiting-Modell entstehen kann, musste Nils Bischopink zunächst selbst herausfinden. Den entscheidenden Anstoß gab ein selbstständiger Bekannter, der seit längerer Zeit vergeblich nach geeigneten Mitarbeitern suchte. Er wollte wissen, ob sich die Methoden aus dem digitalen Marketing nicht auch für die Personalsuche nutzen ließen. Für Nils Bischopink wurde daraus eine Frage, die ihn nicht mehr losließ: „Mich hat damals vor allem die Frage beschäftigt, warum Unternehmen so viel Geld für die Suche nach Mitarbeitern ausgeben und trotzdem kaum passende Bewerbungen bekommen“, erinnert sich Nils Bischopink.

Die ersten gemeinsamen Recruiting-Kampagnen mit Finn Darlington verliefen allerdings anders als erhofft. Trotz Investitionen von mehreren Tausend Euro blieben die gewünschten Ergebnisse zunächst aus. Statt aufzugeben, analysierten die beiden die Schwierigkeiten und entwickelten ihren Ansatz Schritt für Schritt weiter. Schließlich gelang es ihnen, für den ursprünglichen Bekannten innerhalb von weniger als einem Monat eine erste Stelle erfolgreich zu besetzen. Weitere Aufträge folgten durch Empfehlungen. Was als Versuch begann, digitales Marketing für die Personalsuche nutzbar zu machen, entwickelte sich zu einem Geschäftsmodell mit mehr als 300 Kundenkooperationen innerhalb von knapp vier Jahren.

Warum erfolgreiche Mitarbeitergewinnung mehr als Werbung braucht

Die anfänglichen Rückschläge machten Nils Bischopink deutlich, dass digitale Reichweite allein noch keine erfolgreichen Einstellungen garantiert. Deshalb beginnt sein Ansatz bereits vor der eigentlichen Bewerberansprache: Zunächst werden die offene Position, der regionale Arbeitsmarkt und die Erwartungen potenzieller Kandidaten analysiert. Dabei geht es neben fachlichen Anforderungen auch um Gehalt, Entwicklungsmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen. Erst wenn klar ist, was die gesuchten Fachkräfte von einem Arbeitgeber erwarten und welche Argumente für einen Wechsel sprechen, wird die passende Ansprache entwickelt.

Für die anschließende Bewerbergewinnung setzt Nils Bischopink auf digitale Reichweite und persönliche Betreuung. Über Clickresult können je nach Zielgruppe bis zu 26 Plattformen genutzt werden, darunter Instagram, Facebook, Google und YouTube. Doch mit dem Eingang einer Bewerbung ist der Prozess für ihn längst nicht abgeschlossen. „Eine Bewerbung ist für uns noch kein Ergebnis. Entscheidend ist, ob der Mensch fachlich und persönlich zum Unternehmen passt und ob aus dem ersten Interesse tatsächlich ein ernsthaftes Gespräch entstehen kann“, betont Nils Bischopink von Clickresult. Deshalb werden Interessenten üblicherweise innerhalb von etwa zwei Stunden telefonisch kontaktiert, ihre Angaben überprüft und weitere Informationen zu ihrer Qualifikation eingeholt. Geschäftsführer können sich dadurch auf Gespräche mit bereits vorqualifizierten Kandidaten konzentrieren.

Nils Bischopink: Warum authentische Arbeitgeber überzeugen müssen

Neben der gezielten Bewerberansprache spielt für Nils Bischopink die Außendarstellung der Unternehmen eine entscheidende Rolle. Potenzielle Kandidaten sollen nicht nur erfahren, welche Vorteile eine Stelle bietet, sondern auch einen realistischen Eindruck vom Arbeitsalltag und ihren künftigen Kollegen gewinnen. Dafür erstellt ein eigenes Content-Team bei Bedarf Foto- und Videomaterial, das Mitarbeiter, Arbeitsabläufe und das berufliche Umfeld zeigt. Statt austauschbarer Werbeversprechen setzt Nils Bischopink auf glaubwürdige Einblicke.

„Wer einen Arbeitsplatz schöner darstellt, als er tatsächlich ist, gewinnt vielleicht kurzfristig Bewerbungen. Langfristig entstehen dadurch aber falsche Erwartungen, die einer erfolgreichen Zusammenarbeit im Weg stehen können“, erklärt Nils Bischopink von Clickresult.

Diese Haltung zeigt sich auch bei der Auswahl der Recruiting-Projekte. Bereits vor Beginn einer Zusammenarbeit prüft Nils Bischopink, ob eine offene Position unter den jeweiligen Bedingungen realistisch besetzt werden kann. Sind die Anforderungen am regionalen Arbeitsmarkt kaum zu erfüllen oder die angebotenen Arbeitsbedingungen nicht konkurrenzfähig, spricht er diese Schwierigkeiten offen an. Im Zweifel lehnt er einen Auftrag ab, statt unrealistische Erwartungen zu wecken. Bei der Kandidatenauswahl berücksichtigt er zudem Faktoren wie die Entfernung zum Arbeitsplatz und persönliche Wechselmotive. Schließlich soll eine Einstellung nicht nur kurzfristig eine Lücke schließen, sondern möglichst zu einer langfristigen Zusammenarbeit führen.

Clickresult: Mit neuen Mitarbeitern zu neuen Wachstumsmöglichkeiten

Wie viel eine erfolgreiche Stellenbesetzung im Unternehmensalltag verändern kann, zeigen die bisherigen Kundenprojekte. Bei Engelhardt Gebäudetechnik gelang es innerhalb von rund drei Monaten, einen Meister zu gewinnen, der als Obermonteur beziehungsweise Bauleiter operative Verantwortung übernahm. Der Geschäftsführer wurde dadurch im Tagesgeschäft entlastet und gewann wieder mehr Freiraum für die Unternehmensführung. Auch die KLV Steuerberatung konnte ihre personellen Kapazitäten ausbauen: Innerhalb von etwa sechs Monaten wurden drei Steuerfachangestellte eingestellt. Dass der Ansatz auch außerhalb klassischer Wirtschaftsbranchen zum Einsatz kommt, zeigt eine Hospizeinrichtung am Tegernsee: Dort waren nach rund drei Monaten bereits weitere Einstellungen auf dem Weg, darunter die Besetzung einer dritten Position.

Wie gering der eigene Aufwand für Arbeitgeber dabei ausfallen kann, verdeutlicht eine weitere Steuerberatung. Innerhalb von rund drei Monaten wurden mehrere geeignete Kandidaten gewonnen. Für die letztlich benötigte Einstellung investierte der Kunde nach eigener Aussage insgesamt nur etwa 90 Minuten seiner Zeit. Genau diese Entlastung ist für Nils Bischopink ein wesentlicher Bestandteil seines Angebots. „Ein Geschäftsführer sollte seine Zeit nicht damit verbringen müssen, unzählige Bewerbungen zu sichten und Kandidaten hinterherzutelefonieren. Seine Aufgabe ist es, das Unternehmen zu führen und die richtigen Entscheidungen zu treffen“, erklärt Nils Bischopink. Die Beispiele verdeutlichen, dass erfolgreiche Einstellungen weit mehr bewirken können als die reine Besetzung einer offenen Stelle: Sie schaffen Kapazitäten, entlasten Führungskräfte und eröffnen Unternehmen neue wirtschaftliche Handlungsspielräume.

Nils Bischopink von Clickresult: Warum Unternehmen beim Recruiting langfristig denken sollten

Wer erst nach neuen Mitarbeitern sucht, wenn eine wichtige Stelle bereits unbesetzt ist, verliert oft wertvolle Zeit. Deshalb empfiehlt Nils Bischopink mittelständischen Unternehmen, kontinuierlich Kontakte zu potenziellen Kandidaten aufzubauen, statt die Personalsuche nach jeder erfolgreichen Einstellung wieder bei null beginnen zu lassen. Ein solcher Bewerberpool kann besonders dann wertvoll werden, wenn erfahrene Mitarbeiter in den Ruhestand gehen, unerwartete Kündigungen eingehen oder neue Aufträge zusätzliche Kapazitäten erfordern. Unternehmen können in solchen Situationen auf bestehende Kontakte zurückgreifen und schneller reagieren. Voraussetzung dafür ist, dass sie auch ohne akuten Personalbedarf als attraktive Arbeitgeber sichtbar bleiben.

Dabei verspricht Nils Bischopink keine einfache Lösung für den allgemeinen Fachkräftemangel. Sein Ziel ist es vielmehr, mittelständischen Unternehmen den Zugang zu qualifizierten Menschen zu erleichtern, die auf dem Arbeitsmarkt bereits vorhanden sind. „Wir können keine Fachkräfte herbeizaubern. Aber wir können dafür sorgen, dass Unternehmen bei den richtigen Menschen sichtbar werden und eine echte Chance bekommen, sie von sich zu überzeugen“, fasst Nils Bischopink von Clickresult zusammen.

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