Investoren schworen insbesondere auf Gold-ETFs, die ihre Bestände 2025 um beachtliche 801 Tonnen erweiterten. Parallel dazu setzten Anleger auch auf physischen Besitz, indem sie sich Barren und Münzen in beachtlichem Umfang von insgesamt 1.374 Tonnen sicherten. Besonders in China und Indien zeigte sich ein rasanter Anstieg in dieser Kategorie, beide Länder machten über 50 Prozent des Wachstums aus. „In einer Welt voller wirtschaftlicher und geopolitischer Risiken sind Goldinvestments zur Gewohnheit geworden“, kommentierte WGC-Analystin Louise Street.
Zentralbanken spielten ebenfalls eine tragende Rolle, da sie ihre Reserven diversifizieren und unabhängiger vom US-Dollar machen wollen. Es wird vermutet, dass sie ihre Goldreserven um 863 Tonnen erhöhten. Im Gegensatz dazu erlebte die Nachfrage nach Goldschmuck aufgrund des hohen Preises einen Rückgang.
Stephen Innes von SPI Asset Management hob hervor, dass der Wert der Goldreserven in Zentralbanktresoren mittlerweile die US-Staatsanleihen übertrifft, die Notenbanken als Reserve halten. Dies liege jedoch weniger am Ankauf von Gold und mehr am bemerkenswerten Preisanstieg.
Dennoch wurde auch das Goldangebot 2025 ausgebaut: Die Minenproduktion erreichte mit 3.672 Tonnen ein neues Rekordhoch. Recyclingaktivitäten hingegen stiegen trotz des stattlichen Preisniveaus nur leicht um drei Prozent an.
Der Goldpreis bleibt auf Höhenflug: An der Metallbörse in London kletterte der Preis für eine Feinunze auf 5.595 Dollar, was einen Anstieg von etwa drei Prozent binnen eines Tages darstellt. Seit Jahresbeginn hat sich Gold um 30 Prozent verteuert, nachdem der Preis im Vorjahr bereits um 65 Prozent zulegte.
Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.


