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Schlechtestes Geschäftsjahr für kleine und mittelständische Unternehmen

Die Unsicherheit bei kleinen und mittelständischen Unternehmen bleibt noch immer hoch. Das KfW-Mittelstandspanel zeigt, dass diese im Vergleich zum Vorjahr 2019 mit hohen Umsatzrückgängen rechnen müssen.

Mittelstand wird geschwächt

Mehr als die Hälfte der in Deutschland angemeldeten Klein- und Mittelstandsunternehmen rechnen mit sinkenden Umsätzen. In Zahlen ausgedrückt sind das insgesamt rund 2 Millionen Unternehmen. Die erwähnten Umsatzrückgänge liegen bei 12 Prozent und entsprechen ungefähr 545 Milliarden Euro.

Abbau von Arbeitsplätzen

Das ist nicht nur für Unternehmer ein herber Rückschlag, sondern auch für die Beschäftigten. Zum Jahresende sollen die Beschäftigungszahlen im Mittelstand um bis zu 3,3 Prozent zurückgehen. Das bedeutet, dass allein dort bis zu 1,1 Millionen Arbeitsplätze abgebaut werden. Positiv anzumerken ist jedoch, dass die Zahl der Erwerbstätigen in mittelständischen Unternehmen zum Jahresende 2019 einen Höchststand von 32,2 Millionen erreicht hat. Dieser machte anteilig 71,3 Prozent des gesamten deutschen Arbeitsmarktes aus.

Entspannung bei der Liquiditätslage

Sonderbefragungen des KfW-Mittelstandspanels zeigen, dass mittelständische Unternehmen inzwischen besser dastehen als noch Anfang April. Laut dieser Befragung ist jedes dritte mittelständische Unternehmen ausreichend abgesichert. Bei weiteren 28 Prozent sollen die Rücklagen für sechs bis zwölf Monate ausreichen. Der Mittelstand hat im letzten Jahr einen hohen Bestand an Eigenkapital aufgebaut, von dem die Unternehmen jetzt zehren können. Die Eigenkapitalquote erreichte 2019 mit 31,8 Prozent einen Rekordwert. Die Umsätze konnten dort um 3,5 Prozent und die durchschnittliche Umsatzrendite um 7,5 Prozent gesteigert werden.

Weniger Investitionen als geplant

Im letzten Jahr erreichte der Mittelstand mit 187 Milliarden Euro einen Höchstwert an neuen Investitionen. Dass die Corona-Krise auch dort den Trend der letzten sechs Jahre unterbricht, war zu befürchten. Viele geplanten Investitionsvorhaben müssen im Jahr 2020 erst einmal auf Eis gelegt werden.

Die Chefvolkswirtin der KfW, Dr. Friederike Köhler-Geib sagt, dass die Corona-Krise mittelfristig das Investitionsverhalten hemmen könne. Auch wenn die Ausgangslage mittelständischer Unternehmen in Deutschland komfortabel sei, hinterlasse die Krise deutliche Spuren. Wichtig sei es daher, die in der Krise liegenden Chancen durch gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen Maßnahmen zu nutzen.

Max Zehl
Geschrieben von

Max Zehl hat einen Bachelor of Arts in Online-Redaktion, ist Experte für SEO und versorgt das UnternehmerJournal mit hochwertigem Content.

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