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Manager-Analyse: So beeinflusst Gesundheit die Mitarbeiterführung

Entscheider in Unternehmen sind im Vergleich zu ihren Mitarbeitern häufig einer höheren Arbeitsintensität ausgesetzt. Das kann sich schnell auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken: Eine Auswertung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt, wie sich Führungskräfte hinsichtlich Stressresistenz und Gesundheit von ihren Beschäftigten unterscheiden.

Mit der Anzahl der Mitarbeiter steigt auch die Arbeitsintensität – denn Führungskräfte haben nicht nur für die Arbeitsbedingungen eine Schlüsselrolle in ihrem Unternehmen, sondern auch für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Die BAuA hat im aktuellen Faktenblatt „Arbeitsbedingungen und Gesundheit von Führungskräften“ analysiert, wie sich die Ressourcen und gesundheitlichen Beschwerden von Beschäftigten mit und ohne Führungsverantwortung unterscheiden.

Gesunder Chef, gesunde Mitarbeiter

Wie die Analyse zeigt, ist eine gesundheitsförderliche Führung von Mitarbeitern wahrscheinlicher, wenn bei den Führungskräften selbst eine günstige Gesundheitssituation vorliegt. Viele Entscheider berichteten im Rahmen der Befragung allerdings von einem hohen Stresslevel, der mit ihrer Führungsposition einhergeht : So geben Chefs etwa häufiger an, unter Termindruck oder sogar an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit arbeiten zu müssen. Zudem berichten sie auch häufiger von Störungen und Unterbrechungen.

Der empfundene Stress steigt dabei mit der Führungsspanne, also der Anzahl der Mitarbeiter. So berichten Führungskräfte mit maximal zwei unterstellten Mitarbeitern von weniger Stress als Entscheider mit über zehn Mitarbeitern. Sie empfinden beispielsweise weniger Termin- oder Leistungsdruck (56 vs. 66 Prozent) und halten es seltener für nötig, sehr schnell zu arbeiten (38 vs. 42 Prozent)

Die Personalverantwortung beeinflusst ebenfalls die arbeitsbedingten Ressourcen: Auch hier steigt der Handlungsspielraum mit der Führungsspanne, was sich in einem höheren Einfluss auf die Arbeitsgestaltung zeigt. So berichten 80 Prozent der Führungskräfte mit mehr als zehn Mitarbeitern davon, ihre Arbeit selbst planen und einteilen zu können – bei einer Personalverantwortung für zwei Mitarbeiter sind es nur 71 Prozent. Außerdem können die Befragten mit größerer Führungsspanne eher selbst entscheiden, wann sie ein Arbeitspause machen (65 vs. 74 Prozent) und welche Menge an Arbeit sie übernehmen (32 vs. 39 Prozent).

Gesundheit der Führungskräfte in den Fokus nehmen

Die Analyse zeigt abschließend, dass vermehrtes Arbeiten an der Leistungsgrenze häufiger mit psychosomatischen Beschwerden einhergeht, etwa mit Kopfschmerzen, Müdigkeit und Verdauungsproblemen. 71 Prozent der befragten Führungskräfte, die unter stressigen Arbeitsbedingungen leben, weisen drei oder mehr solcher Beschwerden auf. Mit der Senkungs der Stressoren sinkt folglich auch die Wahrscheinlichkeit dieser Symptome. Der BAuA rät Unternehmen daher, den Gesundheitszustand ihrer Führungskräfte als zentrale Beschäftigtengruppe stärker in den Blick zu nehmen. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen können sich ansonsten auch auf das Führungsverhalten auswirken und die gesunde Führung von Mitarbeitern erschweren.

Das Faktenblatt mit weiteren Insights und Grafiken können Sie hier kostenlos herunterladen.

Geschrieben von

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin zuständig für tagesaktuelle News aus der Marketing- und Internet-Welt.

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