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Hybrides Arbeiten: Das sind die Herausforderungen für Führungskräfte

Immer mehr Arbeitnehmer wünschen sich ein hybrides Arbeitsmodell, bei dem sie mehr von zu Hause arbeiten als vor Ort im Büro zu sein – dies erfordert ein grundlegendes Umdenken bei den Führungskräften. Besonders bei der Leistungsbeurteilung und in der Verwaltung braucht es neue Konzepte.

Weltweit wünschen sich 53 Prozent der Arbeitnehmer ein hybrides Modell – das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Adecco Group. Die Pandemie prägt immer noch unsere Arbeitsprozesse und hat bei vielen Menschen die Einstellung zur Arbeit langfristig verändert. Im Rahmen der Analyse wurde untersucht, welche Hindernisse die Führungskräfte aufgrund des zunehmenden hybriden Trends bewältigen müssen.

Mehr Produktivität, mehr Burnout

Wie die Studie zeigt, hat sich die Produktivität durch die hybride Arbeitsweise aus Sicht der Arbeitnehmer kaum verändert: 82 Prozent fühlen sich woanders genauso produktiv wie im Büro – oder noch produktiver. Der Homeoffice-Boom sorgte auch für einen Anstieg von Überstunden um rund 14 Prozent. Besonders junge Führungskräfte haben unter der Umstellung gelitten. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, unter Burnout zu leiden (54 Prozent).

Auch in der Leistungsbeurteilung muss umgedacht werden: Immer mehr Mitarbeiter wünschen sich, dass ihre Leistung anhand ihrer Ergebnisse und nicht an ihren Arbeitsstunden gemessen wird (73 Prozent). Hier besteht noch Nachholbedarf auf Seiten der Manager. Nur 36 Prozent gaben an, ihre Mitarbeiter nach der Leistung zu beurteilen. Eine zunehmende Entfremdung von den Mitarbeitern sorgt zudem für eine geringe Zufriedenheit mit der Führungsebene: Nur ein Drittel der befragten Mitarbeiter hat das Gefühl, genug Anerkennung für die eigenen Leistungen zu erhalten.

Alain Dehaze, Vorstandsvorsitzender der Adecco-Gruppe, betont die Notwendigkeit, auf die Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter einzugehen. Wer es nicht schafft, Fernarbeit und die Betreuung der Teams unter einen Hut zu bringen, werde langfristig Probleme bekommen: „Dies ist nicht länger ein ‚wäre gut zu haben‘, sondern der Kampf um die Talente wird hier stattfinden. Unternehmen, die in der Lage und willens sind, diese Probleme zu erkennen und zu bewältigen, werden florieren, während diejenigen, die dies nicht tun, möglicherweise ins Hintertreffen geraten.“

Zwei Drittel der Arbeitnehmer sind sich sicher, dass Werte wie Sicherheit, Kultur, Wohlbefinden und Entwicklung zukünftig einen höheren Stellenwert einnehmen werden. Ob es aufgrund des schnellen Wandels in der Arbeitswelt wirklich zu einer „großen Resignation“ kommt, wie sie einige Experten voraussagen, bleibt abzuwarten.

Geschrieben von

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin zuständig für tagesaktuelle News aus der Marketing- und Internet-Welt.

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