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Gehaltspotenzial-Rechner zeigt, wie sich das Gehaltsniveau im Arbeitsleben entwickelt

Mit zunehmender Berufserfahrung steigt in der Regel auch das Gehalt. Aber wann erreichen Menschen ihr Gehaltsmaximum? Um diese Frage zu beantworten, hat die Online-Jobplattform StepStone nun den Gehaltspotenzial-Rechner veröffentlicht.

Das neue Tool ermöglicht es Arbeitnehmern, ihr potenzielles Spitzengehalt sowie das Alter, in dem sie es erreichen können, zu vergleichen. Für den Gehaltspotenzial-Rechner hat StepStone mehr als 250.00 Gehaltsdaten analysiert.

Gehälter von Frauen steigen nur bis zum 41. Lebensjahr

Die meisten Menschen erreichen ihr höchstes Gehalt in ihrem Arbeitsleben in der Mitte ihrer Karriere. Das Gehaltsmaximum der Arbeitnehmern wird von einer Kombination verschiedener Faktoren beeinflusst – zum Beispiel von der eigenen Ausbildung, der Berufserfahrung, der Branche und dem Standort des Arbeitgebers. Sobald der Höchststand erreicht ist, stagnieren die Gehälter der Arbeitnehmer entweder oder beginnen bis zum Renteneintritt leicht zu sinken.

Doch es gibt einen Faktor, der einen besonders entscheidenden Einfluss darauf hat, wann und bei welchem Gehalt Menschen ihr maximales Gehalt erreichen: das Geschlecht. Während Frauen in Deutschland ihr Gehaltsmaximum im Schnitt im Alter von 41 Jahren erreichen, steigt das Gehalt von männlichen Arbeitnehmern durchschnittlich bis zu ihrem 52. Lebensjahr weiter an. „Spätestens ab dem 40. Lebensjahr entscheiden sich viele Menschen dazu, ob sie Personalverantwortung übernehmen möchten oder nicht“, sagt StepStone Gehalts-Experte André Schaefer. „Es sind immer noch mehr Männer, die Führungspositionen übernehmen. Ihr Gehalt steigt damit noch weiter an.“

Gehaltskluft vergrößert sich mit fortschreitendem Alter

Während das Gehaltsniveau bei Berufseinsteigern im Alter von 21 Jahren laut StepStone Analyse im Schnitt noch relativ ähnlich ist (Frauen: 31.823 Euro, Männer 32.532 Euro), öffnet sich die Gehaltsschere sehr schnell – und geht mit zunehmendem Alter immer weiter auseinander. Der Durchschnittsverdienst von Männern liegt durchweg über dem von Frauen – bis ins Rentenalter. Selbst zum Gehaltshöhepunkt der Frauen mit 41 Jahren liegt ihr Durchschnittsgehalt von 50.533 Euro immer noch 13 Prozent unter dem ihrer männlichen Kollegen. Männer verdienen dann zu ihrem Gehaltshöhepunkt im Alter von 52 mit rund 62.543 Euro brutto im Jahr ganze 25 Prozent mehr als Frauen im gleichen Alter. Ein Jahr später, mit jeweils 53 Jahren, ist die Gehaltskluft mit 12.631 Euro in der gesamten Karrierelaufbahn am größten.

„Neben der Personalverantwortung haben auch Faktoren wie die Branche Einfluss auf das Gehalt – zum Beispiel arbeiten häufig mehr Männer in der recht gut bezahlten Automobilindustrie“, sagt Schaefer. „Und trotzdem: Unsere Analysen zeigen, dass die Gehaltserwartungen von Frauen häufig deutlich niedriger als die von Männern sind – und das bei gleicher Qualifikation. Das hat unter anderem kulturelle Gründe. Denn leider wird in Deutschland immer noch zu intransparent mit dem Thema Gehalt umgegangen. Das muss sich ändern. Wir wollen, dass jeder Mensch zu jeder Zeit weiß, welches Gehalt sie oder er im Laufe des Arbeitslebens erreichen kann. Aus diesem Grund hat StepStone den Gehaltspotenzial-Rechner eingeführt. Jeder Arbeitnehmer kann hier zum Beispiel einsehen, welches Maximalgehalt im eigenen Berufsfeld üblich ist und sich daran orientieren.“

Ausbildung und Branche entscheiden über Zeitpunkt der Gehaltsspitze

Neben dem Geschlecht lassen sich mit dem neuen StepStone-Gehaltstool auch Faktoren wie der Standort, die Branche oder auch der Bildungsabschluss vergleichen. Personen mit Diplom erreichen ihr höchstes Gehalt beispielsweise elf Jahre früher als Personen mit abgeschlossener Ausbildung.

„Viele Beschäftigte mit abgeschlossener Lehre arbeiten im Öffentlichen Dienst, wo Gehaltssteigerungen tariflich geregelt sind und meist nicht so rasant erfolgen wie in der freien Wirtschaft. Dadurch steigt das Gehalt der Beschäftigten langsamer an und erreicht erst am Ende des Berufslebens den Höhepunkt“, sagt Schaefer. Ein Gegenbeispiel ist hier die Bankenbranche, in der Beschäftigte im Schnitt bereits mit 48 Jahren das Gehaltsmaximum erreichen. Das gilt vor allem für überdurchschnittlich bezahlte Finanzexperten wie im Investmentbanking, die bereits sehr früh hohe Gehälter erzählen, dafür aber auch schneller ihr Gehaltsmaximum erreichen.

„Arbeitnehmer, die außertariflich bezahlt werden, müssen ihr Gehalt regelmäßig verhandeln und brauchen dafür eine Orientierung. Mithilfe des Gehaltspotenzial-Rechners von StepStone können Arbeitnehmer ab sofort noch besser vergleichen, ob das Gehalt zu einem bestimmten Zeitpunkt marktüblich ist – oder es noch Luft nach oben gibt“, sagt Schaefer. „Wer mehr verdienen möchte, dem raten wir vor allem, sich fortlaufend weiterzubilden oder auch Personalverantwortung zu übernehmen. Auch ein Jobwechsel zahlt sich in der Regel finanziell aus.“

Hier gelangen Sie zum Gehaltspotential-Rechner von StepStone.

www.presseportal.de

Nina Rath
Geschrieben von

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin zuständig für tagesaktuelle News aus der Marketing- und Internet-Welt.

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