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Das Manager-Barometer: So empfinden Manager die Corona-Situation

Die Corona-Pandemie hat Unternehmen vor neue, unvorhersehbare Herausforderungen gestellt. Innerhalb kürzester Zeit mussten Organisationsstrukturen und Führungsaufgaben angepasst werden. Eine Sonderbefragung des Odgers Berndtson Führungskräfte-Panels zeigt nun, wie Führungskräfte die Corona-Krise empfinden.

Besonders Führungskräfte stehen seit der Quarantäne-Phase vor neuen Aufgaben: Sie müssen ihre Mitarbeiter aus der Distanz führen. Wie sich diese Situation auf das Unternehmen, die Managerinnen und Manager sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auswirkt, hat das Odgers Berndtson Führungskräfte-Panel analysiert. Insgesamt beteiligten sich 1.480 Führungskräfte an der Befragung im Mai 2020. Im Fokus stehen die Eindrücke aus der Quarantänephase bis zur Lockerung Mitte Mai, auch wenn klar ist, dass die Krise nachhaltige Änderungen mit sich bringt.

Der Umgang mit dem Lockdown

Der Lockdown hat Unternehmen dazu gezwungen, Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Die Manager rechnen damit, dass auch zukünftig viele doppelt so oft aus dem Homeoffice arbeiten werden, 1,5 Tage im Durchschnitt. Insgesamt sind dabei sechs von zehn Managern sehr zufrieden mit dem Umgang der Firma seit Beginn der Quarantäne. Drei von zehn bejahen dies mit einigen Einschränkungen. Die meisten konnten relativ flexibel auf die plötzlichen Änderungen reagieren.

Dazu zählt auch die Nutzung digitaler Mittel wie Videokonferenz-Tools oder Messenger, mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Managern aufrechtzuerhalten. Gerade aufgrund dieser neuen Herausforderungen geben 40 Prozent an, sich resilienter zu fühlen, motivierter zu sein und ihre eigenen Fähigkeiten als stärker zu empfinden.

Negative Effekte durch Corona

Digitale Kommunikation ist schön und gut. Viele vermissen jedoch die „echten“ Gespräche, sei es unter Kollegen oder zwischen Mitarbeitern und Managern. Gerade das Zusammenarbeiten im Unternehmen kräftigt den Zusammenhalt im Team. Hinzu kommt, dass den meisten Mitarbeitern ein ruhiger Arbeitsplatz in der Firma fehlt. Die Arbeit im eigenen Wohnraum ist störanfälliger.

Frauen und die Arbeit von zu Hause

Da sich Frauen meist um die Organisation in der Familie kümmern, sehen sie Homeoffice als Chance. Weibliche Führungskräfte geben an, effizienter zu sein, einfacher Beruf und Familie verbinden zu können. Das gilt jedoch nur unter der Bedingung, dass sie einen ruhigen Arbeitsplatz haben. Damit heben sie sich von Männern ab, die überwiegend das Gegenteil empfinden.

Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter

Die größten Vorbehalte hatten Führungskräfte in Bezug auf die Produktivität und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter. Sechs von zehn Manager erklären jedoch, dass ihre Mitarbeiter sehr positiv gestimmt waren und flexibel reagiert haben.

Vereinbarkeit mit Kindern

Besonders die jüngeren Führungskräfte fühlen sich mit der neuen Situation nicht wohl. Das liegt einerseits am Fehlen geeigneter Arbeitsplätze in ihrem Wohnraum, andererseits haben viele kleine Kinder. Besonders aufgrund der Schließung der Kitas standen sie vor der Aufgabe, die Kinder zu versorgen und gleichzeitig effizient zu arbeiten.

Auswirkungen für die Zukunft

Managerinnen und Manager erwarten, dass Homeoffice ein fester Bestandteil der Unternehmen wird. Das könnte die Verkleinerung von Büroflächen zur Folge haben. Natürlich wird dies auch die Kommunikation beeinflussen. Mehr Videokonferenzen, weniger Geschäftsreisen, größere Dynamik von Digitalisierungsprojekten und neue Strukturierungen.

Anne Kläs
Geschrieben von

Anne Kläs hat einen Master of Education in Französisch und Religion, ist Expertin für hochwertigen Content und beim Gewinnermagazin für das Führen von Unternehmer-Interviews verantwortlich.

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