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Arbeitsmarkt 2021: Deutsche Unternehmen setzen auf Personalveränderung

Der deutsche Arbeitsmarkt ist in Bewegung: Auch wenn die Unternehmen hierzulande vergleichsweise gut durch die Krise gekommen sind, stehen die wirtschaftlichen Zeichen auf Neuanfang. Eine aktuelle Personalleiterbefragung zeigt, dass in diesem Jahr deutlich mehr Bewegung am Arbeitsmarkt herrschen wird.

Eine aktuelle Randstad-ifo-Befragung hat die Personalplanung in deutschen Unternehmen analysiert. Wie die Ergebnisse aufzeigen, geht die Personalbewegung in beide Richtungen: Einerseits haben 36 Prozent der Unternehmen vor, neue Mitarbeiter einzustellen und somit in möglichen Aufschwung zu investieren. Auf der anderen Seite wollen insgesamt 17 Prozent in diesem Jahr Personal abbauen.

Umbau und Wachstum stehen auf der Agenda

Insgesamt geben die Ergebnisse der Umfrage Anlass, positiv in die Zukunft zu blicken. „Dass mehr als ein Drittel der Arbeitgeber Stellen aufbaut, ist ein starkes, positives Signal Richtung Wachstum. Die Bundesregierung hat glücklicherweise schnell Instrumente wie die Kurzarbeit an den Start gebracht, diese nochmals verlängert und damit das Schlimmste verhindert“, erklärt Michael Schuster, Geschäftsführer von Mühlenhoff by Randstad RiseSmart.

Mit der Größe des Unternehmens steigt in diesem Jahr auch die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter entlassen werden: In Betrieben mit unter 50 Beschäftigten sind es elf Prozent, die mit negativen Personalveränderungen rechnen. Die Großunternehmen mit über 500 Mitarbeitern kommen hingegen auf ganze 40 Prozent. Allerdings sehen auch 65 Prozent dieser Firmen vor, gleichzeitig neue Stellen zu schaffen. 

©Randstad Deutschland GmbH & Co. KG

„Die Pandemie hat den strukturellen Wandel einiger Branchen beschleunigt. Das Ganze hatte sich bereits angekündigt, ist nun aber viel schneller und weitreichender als erwartet. Diese Prozesse werden unsere Wirtschaft noch eine lange Zeit prägen und begleiten“, erklärt Personalexperte Michael Schuster. „Es wird einmal mehr deutlich, wie rasant sich Märkte und damit auch die Anforderungsprofile der Belegschaft heute verändern.“

Offboarding wird häufig vernachlässigt

Bei den Personalleitern, die sich von Mitarbeitern trennen müssen, wollen die meisten auf den regulären Ruhestand setzen (56 Prozent). 43 Prozent wird betriebsbedingte Kündigungen vornehmen, ein weiteres Drittel (32 Prozent) will freiwilliges Ausscheiden fördern. Auch vorzeitiger Ruhestand (27 Prozent) und Altersteilzeit (20 Prozent) kommen häufig zur Anwendung.

„Die Auswahl der Maßnahmen zum Personalabbau ist bezeichnend für die Trennungskultur eines Unternehmens: Es gibt leider oft keine“, mahnt Michael Schuster. „Unternehmen stecken zwar große Summen ins Recruiting und Onboarding, doch das Offboarding wird vollkommen vernachlässigt. Mit weitreichenden Konsequenzen: Der Stellenabbau trifft Mitarbeiter:innen häufig wie ein Schock, Führungskräfte sind nicht gut genug auf die neue Situation vorbereitet, und letztlich wird der Personalabbau teurer und schmerzhafter als notwendig.“

Die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung hat rund 1.000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen zu ihrer zukünftigen Planung befragt. Die Zahlen stammen aus dem ersten Quartal 2021 und bezogen sich auf die Auswirkungen von Corona auf die Personalplanung von Unternehmen.

Nina Rath
Geschrieben von

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin zuständig für tagesaktuelle News aus der Marketing- und Internet-Welt.

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