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Analyse: Darum finden viele Jobsuchende nicht die richtige Stelle

Obwohl Unternehmen gerade wieder deutlich mehr Stellen ausschreiben, gibt es viele Menschen, die keinen passenden Job finden. Die Online-Jobplattform StepStone hat untersucht, welche Gründe dahinterstecken.

Rund jeder zweite Berufstätige fühlt sich nicht gut aufgehoben in seinem Job – laut Stepstone ist der Grund dafür häufig, dass die Jobsuche nicht effektiv gestaltet ist. In einer aktuellen Analyse hat die Plattform zentrale Faktoren ermittelt, die dafür sorgen, dass Menschen nicht den richtigen Job finden.

Von starren Jobtiteln und ungenutzten Potenzialen

Den ersten Fehler begehen laut StepStone die Jobsuchenden schon in der Suchleiste: Wer nach einem spezifischen Jobtitel sucht und den Ort eingrenzt, verpasst jede Menge passende Stellen, erklärt Lea Schröder, Karriere-Expertin bei StepStone: „Bei der Suche nach dem richtigen Job geht es immer mehr um persönliche Präferenzen und Interessen. Wie wichtig ist mir ein hohes Gehalt? Wie weit möchte ich pendeln? Oder wie viel Wert lege ich auf flexible Arbeitszeiten? Eine Suchleiste kann all diese Punkte nicht berücksichtigen.“ 

Darüber hinaus sind vielen Bewerbern ihre eigenen Stärken und Schwächen nicht bewusst. In einer Studie fand StepStone heraus, dass 73 Prozent der Personaler mehr auf die Persönlichkeit achten als auf fachliche Qualifikation. Daher sollten sich Jobsuchende dringend darüber bewusst sein, welche Soft Skills sie besitzen. Kennen sie ihre persönlichen Fähigkeiten nicht, können Bewerber auch ihr Potenzial im Lebenslauf nicht voll ausschöpfen. Dies ist ein massives Problem, denn 91 Prozent der Recruiter bewerten den Lebenslauf als wichtigstes Dokument.

Formulierung des Anschreibens ist größte Hürde

Neben unausgeschöpften Potenzialen im Lebenslauf finden einige Bewerber auch nicht genügend Zeit für den Bewerbungsprozess (39 Prozent). Viele bewerten die Formulierung des Anschreibens als größte Hürde. Dabei sei den Unternehmen das Anschreiben zunehmend unwichtiger, so Schröder. Statt Energie bei Anschreiben, und Arbeitsproben zu verschwenden, können Bewerber immer häufiger auf schnelle Onlinebewerbungen zurückgreifen, die sogar vom Smartphone aus getätigt werden können. Das Anbieten einer digitalen Bewerbung mit vorgefertigtem Lebenslauf ist auch für Unternehmen eine einfache Maßnahme, um attraktiver für Bewerber zu sein.

Den letzten Fehler in der Jobsuche sieht StepStone bei der Gehaltsvorstellung: Obwohl neun von zehn Personen das Gehalt als wichtigstes Kriterium ansehen, wissen die meisten nicht, welches Gehalt sie verlangen können. Hier sollten sich Jobsuchende ausreichend informieren, bevor sie in ein persönliches Bewerbungsgespräch gehen. Recruiter können ihren zukünftigen Bewerbern dabei auch aushelfen, indem sie Gehaltsspannen als Orientierungshilfe in den Stellenausschreibungen angeben.

Für die Studie hat StepStone im September und Oktober 2020 insgesamt 28.000 Menschen zu ihren Einschätzungen digital befragt.

Geschrieben von

Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin zuständig für tagesaktuelle News aus der Marketing- und Internet-Welt.

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