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Alibaba-Tochter startet größten Börsengang der Welt

Die Alibaba-Tochter Ant Financial kündigt den Börsengang in Hongkong und Shanghai an. Dabei könnte es um Wertpapiere mit einem Volumen von bis zu 30 Milliarden Dollar gehen.

Das von Alibaba-Gründer Jack Ma errichtete Fintech-Unternehmen Ant Financial, gab am Dienstag seine Platzierung an den Börsen in Hongkong und Shanghai bekannt. Insider sprechen von möglichen Emissionsvolumen in Höhe von 30 Milliarden Dollar.

„Die Börsengänge werden dem Unternehmen helfen, sein Ziel der Digitalisierung der Dienstleistungsindustrie in China und der wachsenden heimischen Nachfrage zu beschleunigen“, teilte die Ant Gruppe mit. Außerdem strebe das Unternehmen an, die Entwicklung globaler Märkte weiterzuführen und zunehmend in Technologie und Innovation zu investieren.

Unternehmensbewertung liegt bei über 200 Milliarden Dollar

Ant Financial nannte im Wertpapierprospekt keinen Zeitpunkt oder ein Volumen für den Börsengang. Normalerweise kommt es nach der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts innerhalb weniger Wochen zu einer Platzierung der Aktien. Laut einem Insider sollen zwischen 10 und 15 Prozent der Aktien auf den Markt kommen. Die Unternehmensgruppe umfasst unter anderem den Bezahldienst Alipay und Sesame Credit, ein Kredit-Scoring-System. 2014 wurde die Gruppe von der chinesischen Online-Handelsplattform Alibaba getrennt.

Die Tochtergesellschaft wurde zuletzt mit über 200 Milliarden Dollar bewertet. Ant Financial ist damit weltweit das teuerste Fintech-Unternehmen. Alibaba hält ein Drittel der Anteile an dem Unternehmen. Außerdem konnte Ant Financial in der letzten Finanzierungsrunde vor zwei Jahren namhafte Investoren wie den Staatsfonds Temasek aus Singapur und den Finanzinvestor Warburg Pincus mit an Bord holen.

Ant Financial reagiert auf Spannungen zwischen den USA und China

Ant Financial plant einen Börsengang an der Börse in Hongkong und in Shanghai. An letzterer möchte sich das Unternehmen am Star Market positionieren. Dieser Bereich wurde erst vor kurzem für wachstumsstarke chinesische Firmen eingeführt. Die Wahl des Handelsplatzes lässt sich auf die schwierige Beziehung zwischen den USA und China zurückführen. Außerdem werden die jüngsten Ereignisse in Zusammenhang mit dem chinesischen Videoportal TikTok ebenfalls dazu beigetragen haben, sowie die wiederholten Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump gegen chinesische Unternehmen in den USA.

Von der Corona-Krise zeigte sich das Unternehmen bisher unbeeindruckt. Das Unternehmen konnte im Vergleich zum Vorjahr im ersten Halbjahr 2020 eine Umsatzsteigerung von 38 Prozent erreichen. Auch der Betriebsgewinn nahm deutlich zu: Im ersten Halbjahr lag dieser laut Wertpapierprospekt bei umgerechnet rund drei Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2019 lag dieser noch bei rund 500 Millionen Euro.

Gurpinder Sekhon
Geschrieben von

Gurpinder Sekhon ist Bachelor of Arts in Global Trade Management und als Junior-Redakteurin zuständig für hochwertigen Content im UnternehmerJournal.

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